Für die sechsteilige Doku-Reihe "Am Limit?! – Jetzt reden WIR!" erhielten Christine Rütten und Petra Boberg den Hessischen Journalistenpreis.
hr-Chefredakteurin Andrea Schafarczyk sieht den Preis auch als Anerkennung für aufwändige Recherche und eine innovative Erzählweise. "Das crossmediale Corona-Schul-Projekt war eine echte Herzensangelegenheit", sagt Petra Boberg, die selbst im vergangenen Jahr für eine Recherche Erfahrung als Aushilfs-Lehrerin sammeln konnte: "Es war ein herausforderndes Projekt, auch weil die Schülerinnen und Schüler sich und ihren Corona-Alltag ständig filmen mussten. Das alles in ein neues Format zu bringen, wäre ohne ein starkes Team unmöglich gewesen."
Ihre Kollegin Christine Rütten zeigte sich gestern bei der Verleihung in Offenbach gleichermaßen erfreut und gerührt: "Die Auszeichnung gilt auch den Schülern und Schülerinnen! Denn sie haben für die Serie erzählt, wie sie die Pandemie erleben. Nachdem viel zu lange über sie und nicht mit ihnen geredet wurde, war uns das bei diesem Projekt sehr wichtig."
hr-Chefredakteurin Andrea Schafarczyk freut sich mit den Preisträgerinnen. "Sie haben mit innovativem Storytelling und Empathie die Sorgen und Nöte von Kindern und Jugendlichen während der Corona-Pandemie aus erster Hand beschrieben." Durch den Selfie-Stil entstehe "eine große Nähe zu den gezeigten Menschen, außerdem ist dieses Format DAS Medium der Schüler*innen und damit authentisch."
Neben Petra Boberg und Christine Rütten (3. Rang) wurde auch Hans Sarkowicz ausgezeichnet, bis vergangenem Sommer Ressort- und Wellenleiter bei hr2-kultur. Er erhielt den Ehrenpreis für sein "bisheriges Lebenswerk".