Bildungsdezernentin Weber fordert die Fortsetzung der „Sprach-Kitas“

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„Es ist für mich unvorstellbar, dass das Bundesprogramm ‚Sprach-Kitas‘ mit seiner großen Reichweite und seiner hohen Effizienz, gerade in unserem großstädtischen Raum, nicht mehr durch Bundesmittel finanziert werden soll und damit nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Die Finanzierung von (Nach-)Folgeprojekten soll in den Verantwortungsbereich der Länderverantwortlichen gegeben werden, was aus meiner Sicht mit vielen unsicheren Komponenten verbunden sein wird, zumal nicht sichergestellt werden kann, dass die bisherigen Angebote in ihrer ausdifferenzierten Angebotsvielfalt und der tradierten, hohen Qualität aufrechterhalten werden können.

Die konstante und stabile Finanzierung über die Haushaltsmittel des Bundes ist eine wichtige und zentrale Investition in die frühkindliche Bildung, für gelingende Bildungsbiografien und für Bildungsgerechtigkeit. Die ‚Sprach-Kitas‘ sind wichtige Multiplikatoren und stehen als Garanten für die sprachliche Bildung von Anfang an“, sagt Bildungsdezernentin Sylvia Weber.

„Aus der Praxis wird mir berichtet, dass es das richtige Programm zur richtigen Zeit ist, da die Umsetzung des Bundesprogrammes direkt in den Kitas erfolgt und jederzeit auf die Gegebenheiten und Erfordernisse vor Ort abgestimmt werden kann. Durch die lange Laufzeit des Projektes können sich Veränderungen im Kita-Alltag etablieren und verstetigen", fährt Weber fort.


Das wirke sich nachhaltig positiv auf die inhaltliche Arbeit, die Qualitätsentwicklung und die Qualitätssicherung in den Einrichtungen aus. Die Bearbeitung der Programm-Schwerpunkte „alltagsintegrierte sprachliche Bildung“, „inklusive Pädagogik“ und die „Zusammenarbeit mit Familien“ bewirkten Synergien, bringe viele Menschen in Kontakt und in die konkrete Zusammenarbeit.

Der Nachholbedarf an Sprachförderung sei immens. Die Folgen der Corona-Pandemie durch Lockdown, Isolation und Kontaktbeschränkungen, aber auch die Auswirkungen von Krieg, Flucht und Verfolgung auf Sprachentwicklung und Sprachkompetenz unserer Jüngsten seien in ihrer individuellen und sozialen Tragweite heute noch nicht in Gänze absehbar.

Weber unterstreicht: „Daher müssen wir uns negativen Tendenzen in der Sprachentwicklung der Kinder entschieden entgegenstellen und die Sprachförderung, gerade durch die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, bundesweit zum festen Bestandteil in der Kindertagesbetreuung und zur präferierten Bildungsaufgabe machen. Das kann nur gelingen, wenn der Bund in der Verantwortung verbleibt und die Weiterentwicklung sprachlicher Bildung über das Bundesprogramm, zum Wohl aller Kinder, uneingeschränkt fortbesteht“, untermauert die Dezernentin ihre Forderung nach einer Fortsetzung und Verstetigung des Bundesprogramms „Sprach-Kita“.



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