Ganztag nach Frankfurter Art

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Mit der Textorschule und der Valentin-Senger-Schule nahmen im Februar die ersten beiden Schulen an der Pilotierungsphase des Gesamtkonzepts für ganztägig arbeitende Grundschulen teil.

Nun beginnt die zweite Gruppe, zu der die Judith-Kerr-Schule, die Grundschule Riedberg, die Marie-Curie-Schule, die Ludwig-Weber-Schule, die Konrad-Haenisch-Schule, die Berkersheimer Grundschule und die Holzhausenschule gehören, mit der Erprobung des Gesamtkonzepts für ganztägig arbeitende Grundschulen.

Bildungsdezernentin Sylvia Weber hob im Rahmen der Auftaktveranstaltung Am Dienstag, 7. September, die Bedeutung des Ganztagsausbaus hervor: „Durch die Pandemie wurde noch deutlicher, wie wichtig Bildungs- und Betreuungsangebote für die Familien, aber vor allem für die Kinder, sind. Wenn wir von ‚Ganztag‘ sprechen, geht es auch keineswegs darum, die Kinder während der eigenen Arbeitszeit beschäftigt zu wissen. Es geht darum, dass die Jüngsten unserer Stadt qualitativ gute und verlässliche Bildungsangebote bekommen und dass diese Angebote auch für alle erreichbar sind.“

Im Februar 2018 begann ein umfangreicher Beteiligungsprozess zur Erarbeitung eines Gesamtkonzepts für ganztägig arbeitende Grundschulen. In einer intensiven Work-Shop-Phase erarbeiteten die unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure im Fachfeld Inhalte zu verschiedenen Themenbereichen wie beispielsweise Finanzen und Schulbudget, Kosten für Eltern, Bildungsziele und bauliche Aspekte.

Das Gesamtkonzept für ganztägig arbeitende Grundschulen hat zum Ziel, die Vielzahl der schon bestehenden Ganztagsangebote und Finanzierungsmodelle von Stadt und Land in einem Konzept zusammenzufassen und die bisherige Unübersichtlichkeit durch Transparenz abzulösen. Im Rahmen der aktuell laufenden Pilotierungsphase werden die erarbeiteten Inhalte des Konzepts gemeinsam mit den Schulen und Akteurinnen und Akteuren im Quartier erprobt und evaluiert.

Dabei können die Schulen aus drei Zeit-Modellen wählen: dem offenen Modell, beginnend mit einer Kernzeit ab 8 Uhr, dem gebundenen Modell, das eine verpflichtende Kernzeit von 8.30 bis 15 Uhr vorgibt und dem teilgebundenen Modell, das eine Verbindung des offenen und gebundenen Modells abbildet.

Die Frankfurter Schullandschaft bereitet sich damit weiterhin auf einen Rechtsanspruch für einen Betreuungsplatz für Grundschulkinder vor. Dieser wurde durch die Bundesregierung für das Jahr 2026 angekündigt. „Unabhängig von einem bindenden Rechtsanspruch sehe ich den Ausbau des Ganztags in Frankfurt als kommunale Selbstverpflichtung an“, erläuterte Weber.

Während der Pilotierungsphase werden nicht nur die Gegebenheiten der Schulen untersucht, viel mehr ist das Quartier als Ganzes Gegenstand der Betrachtungen. Denn ein Ganztagsangebot für alle Schülerinnen und Schüler könne nur in guter Zusammenarbeit mit den Akteurinnen und Akteuren im Stadtteil gelingen.

„Ich möchte mich bei den Schulen, den Einrichtungen im Quartier und bei allen weiteren Beteiligten für die Teilnahme und für das Engagement bedanken. Durch ihre Erfahrungen aus dem Alltag wird das Konzept lebendig und damit zu einem wichtigen Bestandteil des Ganztagsausbaus“, ergänzte die Dezernentin.

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