„Ausbildung auf Kreisebene künftig mit Virtual Reality“

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Eine digitale und innovative Aus- und Fortbildung, die Ehrenamt, Beruf und Familie flexibler vereint und damit noch mehr Menschen von einem Engagement in der Feuerwehr überzeugt, ist eines der wichtigsten Anliegen der Hessischen Landesregierung für das Feuerwehrwesen in Hessen.

Dies betonte Innenminister Peter Beuth anlässlich der Vorstellung von neuen digitalen Ausstattungspaketen für die Feuerwehrausbildung auf Kreisebene. Landkreise, kreisfreie Städte und Sonderstatusstädte können ab sofort beim Land Hessen jeweils eine Förderung von bis zu 19.000 Euro beantragen, um neben Laptops und Kameras für die eLearning-Anwendungen auch spezielle Virtual-Reality-Brillen sowie die erforderliche Software für Lehrgänge auf Kreisebene zu erhalten.

„Das digitale Angebot wird von unserer Landesfeuerwehrschule ständig erweitert und um die neuesten technischen Innovationen ergänzt. Mit dem Ausbau von digitalen Fortbildungsmöglichkeiten auf Kreisebene unterstützen wir die Kameradinnen und Kameraden, die sich theoretische Inhalte in Selbstlernphasen von zuhause aus aneignen können. Natürlich werden sie hierbei von Ausbildern digital begleitet, um umgehend Antworten auf mögliche Fragen zu erhalten. Auch praxisbezogenen Inhalte werden in Zukunft verstärkt digitaler und innovativer. So kann die Einsatztaktik mittels Virtual-Reality-Brille in Simulationen, die ein detailgenaues Abbild der Realität schaffen, eingeübt und im Anschluss mit einem Kreisausbilder online nachbesprochen werden. Für die hessischen Feuerwehren bieten sich damit völlig neue Möglichkeiten in Ausbildung und Fortbildung auf Kreisebene“, so Innenminister Peter Beuth.

Virtual Reality ist insbesondere für virtuelle Übungen mit Fallbeispielen im Gefahrgutbereich (GABC-Ausbildung) geeignet, bei denen Führungskräfte ein realitätsnahes Training ohne große Vorbereitung erhalten können. Für die digitalen Ausstattungspakete der Feuerwehrausbildung auf Kreisebene stellt das Land insgesamt mehr als 640.000 Euro zur Verfügung. „Umfangreiche Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten sind unabdingbar, damit die hessischen Feuerwehrangehörigen schnelle und effiziente Hilfe leisten und in Not geratene Bürgerinnen und Bürger aus Gefahrenlagen befreien können. Mit dem umfassenden Ausbau der digitalen  und virtuellen Ausbildungsmöglichkeiten gehen wir mit großen Schritten in eine moderne und nachwuchsorientierte Feuerwehrausbildung der Zukunft und sind gleichsam Vorbild für andere Bundesländer“, so Peter Beuth.

Landesfeuerwehrschule für Konzept ausgezeichnet
Die Hessische Landesfeuerwehrschule (HLFS) bietet bereits seit 2018 den Lehrgang „Gruppenführer“ als e-Learning-Variante an, die Online- und Präsenzphasen koppelt. Mit dem Neukonzeption gewann die HLFS den eLearning Award 2020 des e-learning-Journals in der Kategorie „Blended-Learning“.

„Die Auszeichnung für dieses sehr effiziente und innovative Projekt hat uns darin einmal mehr bestätigt, in der Ausbildung unserer Feuerwehrangehörigen künftig auf Online- und Präsenzveranstaltungen zu setzen, zumal wir den Feuerwehrangehörigen damit deutlich mehr Aus- und Fortbildungsplätze zur Verfügung stellen können. Der Wechsel von Präsenzlernen mit Praxisübungen und die gleichzeitige Flexibilität des Online-Lernens stellen für uns eine bestmögliche Kombination dar. Das Blended-Learning-Konzept ist damit eine ideale Ergänzung zu unseren weiterhin stattfindenden Präsenzlehrgängen“, so Innenminister Peter Beuth.

Förderung von Ausbildung und Ehrenamt
Die Hessische Landesregierung stärkt die Ausbildung der Feuerwehren aber nicht nur im Bereich des Online-Unterrichts: Derzeit laufen die Bauplanungen, um die die HLFS in Kassel zu einem modernen Feuerwehraus- und -fortbildungszentrum auszubauen. Schon heute investiert Hessen rund 16 Millionen Euro in die Ausbildung der Feuerwehrangehörigen an der HLFS in Kassel sowie deren Außenstelle, dem Jugendfeuerwehrausbildungszentrum in Marburg.

Auch im Bereich der Ehrenamtsförderung hat das Land seine Angebotspalette in den vergangenen Jahren deutlich erweitert und die Anerkennungskultur weiter ausgebaut. Mittlerweile investiert Hessen rund 3,2 Millionen Euro jährlich, davon fließen allein 2,4 Millionen Euro in die Auszahlung der Anerkennungsprämie für langjährige Einsatzkräfte im Brand- und Katastrophenschutz. Zudem investiert das Land in die Förderung von Schul- und Integrationsprojekten, in Brandschutzerziehungsmaterial, das Feuerwehren hessenweit kostenlos zur Verfügung gestellt wird, in das Starterpaket für Feuerwehranwärter sowie in die Kampagne „1+1=2 – Eine starke Verbindung“, mit der das Land für die bessere Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf wirbt.

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