Sanierter Kramer-Bau: Eine Zukunft für die Nachkriegsmoderne

Foto: Rainer Vollweiter, Copyright: Umweltdezernat Stadt Frankfurt am Main

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Der dritte Wilde Sonntag von Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig führt dieses Jahr auf das Gelände des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums. Das Forschungszentrum in der Georg-Voigt-Straße 14 ist das bislang einzige Gebäude des Architekten Ferdinand Kramer, welches umfangreich und weitgehend originalgetreu saniert wurde. Hierbei wurde nicht nur das bauliche Erbe der 1950er Jahre nachhaltig revitalisiert. Das Forschungszentrum ist auch von einem vielfältigen Garten umgeben, der die Strenge des Gebäudes grün umspielt.

Aber warum sollte man diese vielfach ungeliebte, sperrige Nachkriegsarchitektur überhaupt erhalten? Lässt sich darin noch zeitgemäß arbeiten? Und warum hat das etwas mit Nachhaltigkeit zu tun – ist es nicht effizienter, gleich neu und technisch up-to-date zu bauen?

Spannende Fragen für das von Klima- und Umweltdezernentin Heilig moderierte Podium:

- Katrin Böhning-Gaese (Direktorin Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum)
- Matthias Solbach (Architekturbüro SSP SchürmannSpannel, Projektleiter Sanierung des SBiK-F-Institutsgebäudes)
- Lorena Pethig (Kuratorin am Denkmalamt Frankfurt)
- Lara Mohr (Förderprogramm zur Gebäudebegrünung „Frankfurt frischt auf“, Umweltamt Frankfurt)

Im Anschluss können Institutsgebäude und -garten im Rahmen zweier Führungen erkundet werden.


Weitere Informationen
Das Gebäude, das als Meisterwerk der Nachkriegsmoderne gilt, wurde zwischen 1954 und 1957 durch den Architekten und Designer Ferdinand Kramer als Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie errichtet. Von 2009 bis 2012 erfolgte eine mit vielen Preisen ausgezeichnete Kernsanierung des denkmalgeschützten Ensembles, 2013 wurde das Gebäude als Senckenberg Forschungszentrum SBiK-F wiedereröffnet und erfüllt heute nicht nur aktuellste forschungstechnische Standards, sondern auch vergleichsweise hohe Energie- und Nachhaltigkeitsstandards.

Es verdeutlicht die Kramerschen Prinzipien, ist bei aller gradlinigen Zweckmäßigkeit sehr ästhetisch und beweist beispielhaft, wie dank umfassender Sanierung und energetischer Ertüchtigung ein fragiles Gebäude der Nachkriegsmoderne den heutigen Erfordernissen angepasst werden kann. So dient es als Vorbild für nachhaltigen Umgang mit alter Bausubstanz.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung über den Kalender des Senckenberg Naturmuseums erforderlich.


Foto: Der sanierte Kramer-Bau mit Garten



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