Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, eröffnet die zweitägige Veranstaltung. „Mit der Schulbaumesse haben wir erneut die Möglichkeit, Fortschritte sowie auch Herausforderungen bei Schulbau und Pädagogik mit einem breiten Fachpublikum zu diskutieren. Seit der letzten Frankfurter Ausgabe im Jahr 2024 ist bei uns auf diesem Gebiet viel passiert. Zu erwähnen ist hier natürlich zuerst unsere groß angelegte Schulbauoffensive. Aber auch darüber hinaus gibt es viele Themen, die uns beschäftigen – etwa Raumprogramme für die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf Ganztagesbetreuung oder die Umsetzung unserer Klimaziele im Bildungsbau", sagt Weber.
„Frankfurt gehört aktuell zu den spannendsten Schulbaustandorten in Deutschland. Die enorme Investitionsdynamik und die Vielzahl geplanter Maßnahmen zeigen, wie ernst die Herausforderungen rund um Bildung, Klimaschutz und wachsende Schülerzahlen genommen werden. Genau hier setzt die Schulbaumesse an: Sie bringt Fachleute aus Planung, Bau, Verwaltung und Pädagogik zusammen, um Lösungen zu diskutieren, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Wege im Schulbau zu entwickeln. Unser Ziel ist es, Impulse zu geben, die weit über die Messe hinaus wirken", sagt Kirsten Jung, CEO und Gründerin des Cubus Medien Verlags.
Am ersten Messetag stehen drei Themenkomplexe im Fokus. Zunächst wird über Nachhaltigkeit, Klimastrategien und Low-Tech im Schulbau referiert und diskutiert – unter anderem ab 14.40 Uhr mit einem Vortrag von Julia Beiderlinden, Referentin im Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, und Marco Frech von Kita Frankfurt, die über Nachhaltigkeit und Low Tech am Beispiel eines herausragenden Kita-Baus sprechen.
Die weiteren Schwerpunkte des Tages liegen zum einen auf dem Themenkomplex Pädagogik als Raumprogramm und der Frage, wie sich pädagogische Konzepte und Architektur bestmöglich verbinden lassen. Zum anderen wird über modulares Bauen gesprochen und diskutiert, wie Schulbau trotz knapper Ressourcen und hohem Zeitdruck umgesetzt werden kann.
Der zweite Messetag dreht sich darum, wie vorhandene Bausubstanz durch Weiterbauen genutzt werden kann. Dafür dient als Beispiel unter anderem der Umbau des ehemaligen Bürogebäudes Lateral Towers der Neuen Börse, das inzwischen von zwei Schulen – dem Stadtgymnasium Frankfurt und dem Neuen Gymnasium Frankfurt – genutzt wird. Dorthin gibt es am Donnerstag, 16. April, ab 15.45 Uhr eine Exkursion, bei der das Schulgebäude besichtigt werden kann. Hierfür ist eine gesonderte Anmeldung erforderlich.
Zudem wird am zweiten und letzten Messetag über Prozesse und politische Rahmenbedingungen im Schulbau gesprochen sowie auch der Themenkomplex Pädagogik, Beteiligung und neue Lernräume bearbeitet. Hierbei geht es darum, wie Schulen als soziale Orte und als Mittelpunkt im Quartier verstanden werden können, die über die Klassenräume hinauswirken.
Neben klassischen Vorträgen gibt es außerdem offenere Formate wie das „Q&A – Am Küchentisch". Hierbei stehen mehrere Personen für einen Austausch bereit und beantworten Fragen. Am Mittwoch, 15. April, sind ab 15.45 Uhr zwei Amtsleitungen der Stadt Frankfurt am Küchentisch vertreten: Uta Clifton, Leiterin des Stadtschulamts, und André Strube, Leiter des Amts für Bau und Immobilien.
„Es liegt in unserer Verantwortung, Bildungsorte für Kinder nachhaltig zu schaffen und zu sichern. Schulbau gelingt nur in Zusammenspiel mit Verwaltung, Planung, Politik und pädagogischer Praxis. Es müssen echte Gespräche stattfinden, die niedrigschwellig, ehrlich und an neuen Lösungswegen orientiert sind", fasst Clifton zusammen.
Strube ergänzt: „Die bauliche Verbesserung der Lernumgebung für Schülerinnen und Schüler in Frankfurt ist unser erklärtes Ziel. Ich erkenne einen großen Willen der Beteiligten, die Umsetzung zu unterstützen und voranzubringen."
Das Programm ist auf der Website der Messe Schulbau Frankfurt 2026 unter schulbau.online/schulbau-messe/frankfurt-2026/ einsehbar. Über die Website wird auch der Ticketverkauf sowie die Anmeldung für die Exkursion abgewickelt.