Vorsprung Frankfurt - Neuer Buchscanner am Museum Angewandte Kunst

Neuer Buchscanner am Museum Angewandte Kunst

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Fördermittel aus dem Digitalisierungsbudget der Stadt Frankfurt haben dem Museum Angewandte Kunst ermöglicht, einen Buchscanner für die Bibliothek des Museums zu erwerben.

Die Anschaffung des Buchscanners ist ein wichtiger Schritt zur digitalen Langzeitarchivierung, zur Sichtbarmachung der Bestände und Erweiterung der Nutzerinnen und Nutzer durch eine Online-Präsenz des über Jahrzehnte aufgebauten Spezialbestands. Im Besitz der Bibliothek befinden sich unter anderem weltweit einzigartige Publikationen. In diesem Jahr wurde bereits damit begonnen, annotierte Ausstellungskataloge, die wichtig für die Provenienzforschung und weitere Forschungsgebiete sind, mithilfe des Scanners zu digitalisieren. Im Anschluss daran wird in der gleichen Weise mit der Sammlung Buchkunst und Grafik des Museums Angewandte Kunst verfahren.

„Die Anschaffung des Buchscanners ist ein echter Meilenstein für die voranschreitende Öffnung der museumseigenen Sammlung. In der Bibliothek des Museums Angewandte Kunst befinden sich weltweit einzigartige Publikationen, die digitalisiert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden müssen“, erklärt Wissenschafts- und Kulturdezernentin Ina Hartwig. „Ohne die Mittel des Digitalisierungsbudgets werden wir diese, für alle städtischen Museen so bedeutende, weil zukunftsweisende Aufgabe nicht bewältigen.“

„Mit diesem Scanner ist es uns endlich möglich, vor allem den sehr bedeutenden, kostbaren und im Grunde nicht ausstellbaren Sammlungsbereich Buchkunst sicht- und einsehbar zu machen. Derart eingesetzt, ermöglicht Digitalisierung die Teilhabe verschiedenster Interessengruppen“, sagt Matthias Wagner K, Direktor des Museums Angewandte Kunst.

Das Museum Angewandte Kunst ist das einzige Museum in Frankfurt, das über eine Buchkunstsammlung verfügt. Der Bestand setzt sich aus Buch- sowie Grafikexponaten zusammen und enthält ungefähr 30.000 Titel. Dazu zählen illuminierte Handschriften, einschließlich herausragender Stundenbücher, Frühdrucke, kostbare Buchdrucke, eine der größten Stammbuchsammlungen der Welt, Schreibmeisterbücher sowie Buchobjekte des Grafikdesigns und Künstlerbücher. Viele Exponate sind wissenschaftlich noch nicht erforscht. Aus diesem Grund ist die Digitalisierung der Objekte hierfür ein entscheidender Schritt. Die konservatorischen Bedingungen für die Ausstellung der meisten Exponate sehen eine Abdunkelung auf 50 Lux sowie eine Präsentation in Vitrinen vor. Dadurch ist ein Buch gerechtes Wahrnehmen des Originals und seiner Abfolge von Seiten nicht möglich. Durch die Digitalisate kann diesem Umstand entgegengewirkt werden und sie erweitern die Präsentation der Objekte.



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