Die Tage werden kürzer

Ei Gude wie
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Es ist Herbst, die Tage werden kürzer und die Nächte länger. Das ist nicht meine Jahreszeit. Ich mag lange helle Tage lieber. Aber so ist das jedes Jahr. Wir haben es bisher immer überstanden. Und so werden wir es auch dieses Jahr wieder überstehen. Aber wie? Manche Menschen Leiden leider in dieser Jahreszeit verstärkt an Depressionen. Wohl denen, die damit keine Probleme haben. Sie sollten aber deshalb nicht die Nase zu hochtragen. Verständnis, nicht Hohn oder Mitleid wären angesagt.

Überhaupt sollten wir respektvoller miteinander umgehen. Wie das geht. Naja, professionell eben, heißt oder will sagen: Nicht alle können so sein, wie wir selbst und wir sollten das Anderssein achten und dulden. Wäre doch auch langweilig, wenn wir alle gleich wären. Es lebe der Unterschied.

In Deutschland, Europa und auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde war der längste Tag des Jahres 2025 der Samstag, 21. Juni. Hier markiert die Sonnenwende im Juni den Sommeranfang nach astronomischer Definition. Die Wintersonnenwende ist der kürzeste Tag beziehungsweise die längste Nacht des Jahres und fällt auf den 21. oder 22. Dezember. In diesem Jahr auf den 21. Dezember. Bis zur Einführung des Julianischen Kalenders fiel die Wintersonnenwende auf den 25. Dezember, also auf Weihnachten. Die Wintersonnenwende findet zeitgleich mit dem astronomischen Winteranfang statt. Vom 05.10.2025 sind es noch exakt 76 Tage bis zum 21. Dezember. Ab dann werden die Tage wieder länger. Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür.

Die Winterdepression ist eine depressive Störung, die in den Herbst- und Wintermonaten auftritt. Sie ist ein Symptom der saisonal-affektiven Störung, zu der auch Symptome wie geänderte Stimmung, Reduzierung des Energieniveaus, Ängstlichkeit, Verlängerung der Schlafdauer, verstärkter Appetit auf Süßigkeiten (Kohlenhydratheißhunger) und Gewichtszunahme als für Depressionen atypische Symptome gezählt werden. Im Gegensatz dazu treten nämlich bei der saisonal unabhängigen Depression eher Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme und Schlafverkürzung auf.

Also ich bewege mich in dieser Jahreszeit eindeutig weniger, Dass das falsch ist, weiß ich selber. Auch gehe ich weniger aus dem Haus. Ist ja eine logische Konsequenz der mangelnden Bewegung. Ich fahre gerne Rad. Mach das bei Schnee und Eis oder bei Regen und Kälte. Da kommt keine Freude auf. Von den schlechten Straßenbedingungen ganz abgesehen. Deshalb sollten wir die wenigen sonnigen Tage mehr genießen. Wir sollten uns mehr ablenken und aktiv bleiben. Eine gute Sache wäre lesen. Egal was. Bücher, Zeitungen, Magazine oder Komikhefte. Ja, Komikhefte. Ich habe alle Bände von Lucky Luke und Asterix und Obelix. Obwohl ich alle schon etliche Male gelesen habe, bereiten sie mir immer wieder Freude.

Genau das ist es, was wir uns gönnen sollten, ein bisschen Freude und schon sieht alles wieder besser aus. Alles leichter gesagt wie getan. Das ist mir klar. Trotzdem, geben sie sich nicht auf. Immer einmal mehr aufstehen als hinfallen. In diesem Sinne... Ei Gude, wie!

Zum Autor

Er sei ein waschechter Neuenhaßlauer, sagt er von sich selbst. Helmut Müller (73) ist in Neuenhaßlau als 4. von 7 Kindern geboren und ein typisches Nachkriegskind dazu. Seine Mutter Hessin und evangelisch, sein Vater Sudetendeutscher und katholisch, aber kein Flüchtling, sondern Kriegsgefangener, der nicht in seine angestammte Heimat zurückkonnte. Er wächst in einem 4 Generationen Haus mit den Eltern, sechs Geschwistern, Oma und Opa sowie Onkel und der Ur-Großmutter auf. Der Spielplatz war die Straße. In der Volksschule, die er mit dem Hauptschulabschluss beendete, war deutsch seine erste Fremdsprache, die er lernen musste. In späteren Jahren hat er seine mittlere Reife und das Fachabitur für Wirtschaft und Verwaltung nachgeholt und das Ganze als Diplom Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen. Er war in etlichen Vereinen aktiv. Man könnte ihn getrost als „Vereinsmeier“ bezeichnen. Er hat dabei fast alle Positionen, die ein Vorstand hat, begleitet. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!



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