Blöd oder Schade ist, dass wir das, wovon ich rede, nicht sehen können. Vielleicht auch zum Glück. Manch einer von uns würde seines Lebens nicht mehr froh, weil er vor lauter Ekel nicht mehr den Weg ins Leben finden würde.
Warum überhaupt Hände waschen? Bis zu 80 Prozent aller ansteckenden Krankheiten werden über die Hände übertragen, zum Beispiel typische Erkältungskrankheiten wie die Grippe oder auch Magen-Darm-Infektionen. Bakterien und Viren brauchen Mund, Nase oder die Augen, um in den Körper zu gelangen und dorthin kommen sie vor allem über die Hände. Sich diese gründlich zu waschen, kann die Zahl der Keime auf bis zu ein Tausendstel reduzieren. Nicht die absolute Häufigkeit des Händewaschens ist entscheidend, sondern der Anlass. Das heißt, nach dem Toilettengang, vor und nach dem Essen, nach Kontakt mit Tieren und bei der Rückkehr nach Hause. Auch vor und nach der Zubereitung von Speisen ist Händewaschen wichtig. Und auch nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen ist es gut, die Hände zu waschen. Übrigens, Männer vergessen Händewaschen gerne. Ja, man sagt von fünf Männern waschen sich vier die Hände, du willst doch nicht der Fünfte sein!
Das Händeschütteln ist ein bei uns und in vielen westlichen Ländern gängiges nonverbales Begrüßungs- und Verabschiedungsritual. In anderen Kulturen ist es hingegen traditionell unüblich oder auf gleichgeschlechtliche Kontakte, insbesondere unter Männern, beschränkt. Ebenso wie viele andere Begrüßungszeremonien wird es normalerweise mit der rechten Hand ausgeführt. Die Hände umfassen sich dabei für einige Sekunden und werden oft rhythmisch auf und ab bewegt. Fehlt diese Bewegung, wird mitunter auch vom Händedruck gesprochen. Ein Vorläufer dürfte das Winken sein, welches ursprünglich wohl dazu diente, dem Gegenüber die leere Waffenhand zu präsentieren. Beim Händeschütteln kommt noch der unmittelbare Körperkontakt hinzu. Als noch intimer können, je nach Kultur, die Umarmung und der Wangenkuss, gesehen werden.
In der westlichen Welt gilt beim Händeschütteln ein kräftiger Händedruck gewöhnlich als Zeichen für Selbstbewusstsein, Kraft und Willensstärke. Ein sehr schwacher Händedruck kann indes negative Assoziationen hervorrufen. In anderen Regionen, vor allem in asiatischen Ländern, gilt ein starker Händedruck hingegen als unhöflich grob. So ist das! Und sich dabei in die Augen schauen, bitte nicht vergessen. Dann ist es perfekt. Hygienisch korrekt wäre es noch, wenn beide saubere, keimfreie Hände hätten. Ei Gude, wie!
Zum Autor
Er sei ein waschechter Neuenhaßlauer, sagt er von sich selbst. Helmut Müller (73) ist in Neuenhaßlau als 4. von 7 Kindern geboren und ein typisches Nachkriegskind dazu. Seine Mutter Hessin und evangelisch, sein Vater Sudetendeutscher und katholisch, aber kein Flüchtling, sondern Kriegsgefangener, der nicht in seine angestammte Heimat zurückkonnte. Er wächst in einem 4 Generationen Haus mit den Eltern, sechs Geschwistern, Oma und Opa sowie Onkel und der Ur-Großmutter auf. Der Spielplatz war die Straße. In der Volksschule, die er mit dem Hauptschulabschluss beendete, war deutsch seine erste Fremdsprache, die er lernen musste. In späteren Jahren hat er seine mittlere Reife und das Fachabitur für Wirtschaft und Verwaltung nachgeholt und das Ganze als Diplom Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen. Er war in etlichen Vereinen aktiv. Man könnte ihn getrost als „Vereinsmeier“ bezeichnen. Er hat dabei fast alle Positionen, die ein Vorstand hat, begleitet. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!