Plakat-Kampagne in Bockenheim: Rassismus im Alltag

Bockenheim
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„Im Bus sagte eine Frau zu mir: ,Die scheiß Ausländer nehmen nicht nur unsere Arbeit, sondern auch unsere Plätze‘. Und ich war 13.“ Dieses Zitat steht auf einem von insgesamt acht Großplakaten, die bis Donnerstag, 11. November, in Bockenheim hingen. Die Plakataktion ist Ergebnis eines Projekts des Stadtteilbüros Bockenheim und der Gruppe „GRUP“ (Gegen Rassismus und Polizeigewalt). Dabei haben Jugendliche andere Jugendliche nach ihren Erfahrungen im Alltag befragt. Auszüge aus diesen Interviews wurden dann auf die Großplakate gedruckt.

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Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg würdigte die Kampagne am Mittwochabend, 10. November, bei einem Rundgang zu den Plakat-Standorten. „Ich freue mich sehr über diese Kampagne und danke den Initiatoren. Es ist wichtig, dass die Rassismus-Erfahrungen junger Menschen wahrgenommen werden“, sagte Eskandari-Grünberg.

Bockenheim sei beim Einsatz gegen Rassismus schon immer ein Vorreiter gewesen, fuhr die Bürgermeisterin fort. Die Initiative Zukunft Bockenheim, die das Stadtteilbüro gegründet hat, leiste damit einen wesentlichen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Eskandari-Grünberg sagte: „Ich werde bei den anderen Stadtteilen dafür werben, dass sie sich an diesem Beispiel orientieren, damit das Thema in der ganzen Stadt wahrgenommen wird.“

Die Initiative Zukunft Bockenheim besteht seit 2009 und hat auch das Stadtteilbüro Bockenheim gegründet. Es ist eine Anlauf- und Informationsstelle für die Bürger Bockenheims. Als Ziel gibt die Initiative an: „Wir wollen dazu beitragen, unseren Stadtteil Bockenheim in seiner Vielfalt und der sozialen und ethnischen Mischung zu erhalten und sehen eine wesentliche Chance hierzu, dass die Bürgerinnen unseres Stadtteils sich engagieren, zusammenschließen und aktiv versuchen, an der Gestaltung des Stadtteils und der Zukunft mitzuwirken.“

Foto: Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (vorne) beim Rundgang zu den Plakat-Stationen an der Bockenheimer Warte, Copyright: Stadt Frankfurt, Foto: Holger Menzel

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