Vorsprung Frankfurt - Sanierung fertig: Festakt zur Illumination der Frauenfriedenskirche

Sanierung fertig: Festakt zur Illumination der Frauenfriedenskirche

Bockenheim
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Am Samstag, 21. November, hat Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) die Frauenfriedenskirche in Bockenheim besucht. 2018 begannen umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten, die nun ihren Abschluss fanden. Begleitet wurde er von Constantin Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova. Der Frankfurter Energieversorger finanzierte die Beleuchtung der Marienfigur am Portal der Kirche und deren Fassade.

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Die Frauenfriedenskirche gilt als zentrale Gedächtniskirche für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs und als Mahnmal für den Frieden. „Sie ist die einzige Kirche im deutschsprachigen Raum, deren Bau ausschließlich Frauen initiierten und finanzierten. Das passt zu Frankfurt. Hier haben Frauen schon früher das Heft in die Hand genommen. Bei der Nationalversammlung in der Paulskirche riefen die Frauen den Männern zu, wie sie abzustimmen hatten“, betonte Feldmann beim Festakt zur Illumination.

Der moderne Sakralbau, der nach einem Entwurf des Stuttgarter Architekten Hans Herkommer von 1927 bis 1929 errichtet wurde, gehört architekturgeschichtlich dem Neuen Frankfurt an. Highlight der Außenfassade ist das Hauptportal mit der Mosaikstatue der Friedenskönigin, genannt Regina Pacis, die der Kirche gleichzeitig einen Teil ihres Namens verlieh. Der Bildhauer Emil Sutor, zu dessen Werken auch die Bambi-Statuette des gleichnamigen Filmpreises gehört, gestaltete die Skulptur. Zur damaligen Zeit war die Frankfurter Regina Pacis die größte freistehende Marienstatue Europas.

Feldmann lobte die Arbeiten und dankte den Beteiligten: „Die Stadt freut sich mit Ihnen. Der Kirchenraum stand mehrere Jahre nicht zur Verfügung – eine große Herausforderung für die Gemeinde.“ Die Illumination der Marienfigur und der Fassade konzipierte Lichtdesigner Herbert Cybulska. Zusammen mit Pfarrer Joachim Braun und Constantin Alsheimer betätigte der Oberbürgermeister am Abend einen symbolischen Buzzer, woraufhin die Frauenfriedenskirche erstrahlte. Es folgte ein zehnminütiges Glockengeläut.

„Erstmals leuchtet die Frauenfriedenskirche über Bockenheim und wacht über unsere Stadt. Danke auch an die Mainova, die diese Illumination möglich gemacht hat“, sagte Feldmann. Die Sanierungskosten belaufen sich auf insgesamt fünf Millionen Euro. Größtenteils tragen das Bistum Limburg und das Landesamt für Denkmalschutz die Kosten. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSB) unterstützt die Arbeiten mit 110.000 Euro. Hinzu kommen etliche private Spenden.

Coronabedingt musste die für Sonntag, 22. November, 10 Uhr, geplante Gottesdienst zur Wiedereröffnung ohne größeres Publikum stattfinden. Das Bistum Limburg stellt jedoch einen Livestream zur Verfügung, den sich Interessierte auf dem YouTube-Kanal des Bistums unter https://www.youtube.com/channel/UCdIzAwzwI2wXRQ8uEdt2A2Q im Nachgang anschauen können.

Fotos: Salome Roessler



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