Auf dem FIAT-Areal entsteht ein Bildungscampus

Griesheim
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Oberbürgermeister und Dezernent für den Frankfurter Westen Peter Feldmann und Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber haben während einer Pressekonferenz über die geplante Entwicklung des FIAT-Areals informiert.

„Die Entwicklung des Frankfurter Westens ist dem Magistrat und mir als Dezernent für die westlichen Stadtteile eine Herzensangelegenheit. Viele Maßnahmen für den Westen wurden in den letzten Jahren realisiert oder begonnen. Ich nenne hier den Bolongaropalast und die Entwicklungen um den Höchster Bahnhof. Auch die Gründung des Gymnasiums am Römerhof war ein wichtiger Schritt. Diese Schule schafft die dringend benötigten Gymnasialplätze im Westen. 2024 wird der erste Teil des Neubaus für diese von allen Beteiligten sehr geschätzte Schule bezogen werden können. Außerdem sind noch die neuen Grundschulen in Sossenheim und Sindlingen zu nennen. Heute geht es um eine entscheidende Entwicklung für Griesheim. Der Ankauf des FIAT-Geländes war einer der größten Flächenankäufe der vergangenen Jahrzehnte – eine große Chance für Griesheim und unsere Stadt insgesamt“, sagte Oberbürgermeister Feldmann.

Der Aufstellungsbeschluss für die Fläche (M 187 aus 2019) schreibt vor, dass neben einer Kita, einer Grundschule und einer weiterführenden Schule auch ein öffentlicher Grünzug auf der 2,6 Hektar großen Fläche errichtet wird.

„Nach gründlichen Überlegungen bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir für die Bildungsregion West auf dem FIAT-Areal einen Neubau bestehender Schulen wünsche, nämlich der Berthold-Otto-Schule (BOS) und der Georg-August-Zinn-Schule (GAZ). Die BOS soll dauerhaft vierzügig werden, die GAZ von vier auf sechs Züge wachsen und eine Gymnasiale Oberstufe erhalten“, erklärte Stadträtin Sylvia Weber.

Es gehe ihr um ein Signal der Anerkennung und Wertschätzung für die Schulen, Kitas, das KIFAZ und die Träger in Griesheim, die seit Jahrzehnten exzellente Arbeit unter widrigen Umständen leisteten. Beide Schulen sind dringend sanierungsbedürftig und sollen stattdessen nun einen Neubau erhalten.

„Natürlich haben wir auch die Alternative geprüft, eine neue Schule zu gründen. Aber was wäre das für ein Signal an die beiden Schulen im Quartier und an den Frankfurter Westen insgesamt, was für eine Chance hätte die GAZ neben einem neuen Gymnasium direkt um die Ecke, welche Perspektiven und Hoffnungen sollen die Kinder und Jugendlichen entwickeln, deren Schulgebäude so aussehen, wie sie aussehen?“, erläuterte die Dezernentin die Hintergründe ihrer Entscheidung. Und mit der Erweiterung der beiden Schulen könne die Stadt die steigenden Bedarfe abdecken.

Feldmann führte weiter aus: „Einer der neuesten und modernsten Bildungscampui wird hier entstehen – in einem Quartier mit vielschichtigen Herausforderungen und auch Problemlagen. Damit geben wir auch ein eindeutiges Signal an die Kinder und Familien, dass wir Aufstieg durch Bildung ermöglichen und es hiermit ernst meinen.“

Sylvia Weber ist froh über die nun gefundene Lösung. „Mit unseren beiden Planungsrahmen für Grund- und weiterführende Schulen haben wir die optimale Grundlage, um mit beiden Schulgemeinden eine Planungsphase 0 durchzuführen und moderne Schulgebäude zu errichten, die selbstverständlich inklusiv und ganztägig arbeiten und individuelle Förderung für alle Kinder und Jugendlichen ermöglichen“, sagte sie.

Ein Bildungscampus von der Kita bis zum Abitur öffne neue Bildungswege im Quartier und in der ganzen Bildungsregion West, da die zusätzliche gymnasiale Oberstufe der GAZ selbstverständlich allen Abgängerinnen und Abgängern von Realschulen und von Gesamtschulen im Westen und in der ganzen Stadt zur Verfügung stünde.

Darüber hinaus sei die Entscheidung gefallen, dass die IGS 15 auf der Fläche an der Mainzer Landstraße 701 in Nied einen Neubau erhalte, in direkter Nachbarschaft zu der Fridtjof-Nansen-Schule. Da die Seveso-Richtlinie hier keinen Neubau einer Schule mehr verhindere, können die Fläche nun genutzt werden – mit besten Perspektiven für die IGS 15, die dann die Containeranlage in der Palleskestraße verlassen kann.

„Es bleibt dabei“, sagte die Stadträtin, „ich mache Bildungspolitik mit den Schulen, Kindern und Eltern und nicht gegen sie, für mehr Bildungsgerechtigkeit in ganz Frankfurt und Aufstiegschancen für alle.“

„Diese Entwicklung ist gut für Griesheim. Sie ist aber auch gut für den Frankfurter Westen und unsere Stadt insgesamt, denn sie zeigt, dass die wertvolle Arbeit der Bestandsschulen bei neuen Entwicklungen berücksichtigt wird“, ergänzte Feldmann.

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