Wichtige Anlaufstelle für Ältere in Zeiten der Pandemie

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In der Nordweststadt leben viele ältere Menschen. Für sie wurde das Projekt BIAzza-Nordwest vor drei Jahren ins Leben gerufen. Es hat zum Ziel, die Wohn- und Lebensqualität älterer Bewohner der Nordweststadt zu verbessern. Ausgangspunkt für das Projekt waren die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Hier will ich wohnen bleiben!“ des Instituts Interdisziplinäre Alternswissenschaft (IAW) der Goethe-Universität.

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Der Name des Projektes ist ein Wortspiel aus dem italienischen Wort „Piazza“ für Marktplatz und den Schlagwörtern „Beratung“ und „Information“. „Das BIAzza ist ein Herzensprojekt – die Idee dazu entstand bereits bevor ich Oberbürgermeister wurde. Ich war und bin überzeugt von der Notwendigkeit, Treffpunkte für Senioren zu schaffen“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann am Montag, 1. Februar, während eines Treffens mit, Sandra Erb, Projektkoordinatorin des BIAzza-NordWest, und Sigrid Unglaub, Bereichsleitung bei der Diakonie Frankfurt.

„Ich weiß um die Situation und Bedürfnisse älterer Menschen aus meiner Zeit als Leiter eines Altenhilfezentrums vor meinem Amt als Oberbürgermeister. Somit treibt mich die Lebensqualität älterer Frankfurter schon lange um. Die Idee, ein Angebot im Nordwestzentrum als Begegnungsstätte für Senioren zu schaffen, wo sie zum Einkaufen oder zum Arzt gehen, ist wunderbar“, sagte das Stadtoberhaupt. Durch das BIAzza-Nordwest sei die Möglichkeit geschaffen, sich individuell und wohnortnah beraten zu lassen. Die Begegnungsstätte bietet Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf einen Hilfemix aus hauptamtlichen und ehrenamtlichen Leistungen sowie gesundheitsfördernde und präventive Angebote. Mit Blick auf die pandemiebedingte Situation sagte Feldmann: „Momentan ist alles anders. Die vergangenen Monate zeichneten sich vor allem durch Entbehrungen für alle aus, aber ältere Mitbürger sind in besonderer Weise betroffen. So sind Begegnungen oft nicht möglich – das birgt die große Gefahr der Vereinsamung und erschwert den Zugang zu Hilfe und Beratung.“

Umso mehr freue sich Feldmann, dass das BIAzza weitergemacht habe: „Frau Erb, Sie waren telefonisch immer erreichbar und haben ein offenes Ohr für diejenigen, die Hilfe und Rat brauchen. Zudem haben Sie auch neue Angebote entwickelt: Übungen für mehr Bewegung und geistige Fitness wie etwa Rätsel mit Gewinnen. Ich habe zudem gehört, dass Besucher trotz des Lockdowns auch persönlich vorbeikamen – das zeigt, dass gerade in schwierigen Zeiten die Angebote wichtig sind.“ Es sei wichtig, Senioren in diesen Zeiten nicht alleine zu lassen. „Deshalb wünsche ich mir, dass wir das BIAzza NordWest ausweiten. Gerne hätte ich solche Begegnungsstätten an weiteren Stellen in der Stadt. Mich interessiert zudem, wie Sie die vergangenen Monate erlebt und welche Erfahrungen Sie daraus gezogen haben und welche Ideen entstanden sind“, betonte das Stadtoberhaupt.

Nach einer intensiven Konzept- und Planungsphase startete das Projekt Anfang 2018 in Trägerschaft des Diakonischen Werkes. Es bietet älteren Menschen eine zentrale Anlaufstelle im NordWestZentrum. Dort können sich ältere Bewohner individuell und wohnortnah umfassend zu bestehenden Dienstleistungen und Angeboten beraten lassen. Das Projekt baut dabei auf eine trägerübergreifende Vernetzung und Kooperation mit bestehenden Angeboten im Stadtteil. BIAzza-NordWest regt zudem mit einem breiten Angebot von Freizeitveranstaltungen zu neuen Aktivitäten an, initiiert den Austausch über Generationen hinweg und schafft Kontakt- und Begegnungsmöglichkeiten. Die Förderung von guten Nachbarschaften und einer Atmosphäre der gesellschaftlichen Wertschätzung sind von Bedeutung.

Weitere Informationen zu BIAzza-Nordwest finden sich unter https://www.diakonie-frankfurt-offenbach.de/ich-suche-hilfe/menschen-im-alter/leben-im-alter/biazza-nordwest/ im Internet.

Foto: Diakonie-Bereichsleiterin Sigrid Unglaub, Oberbürgermeister Peter Feldmann und BIAzza-Projektkkoordinatorin Sandra Erb. Foto: Stadt Frankfurt/Bernd Kammerer

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