Bürgerbefragung zur Parkanlage Nied-Süd gestartet

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Rund 2000 Haushalte im Frankfurter Stadtteil Nied-Süd haben Anfang dieser Woche in ihrem Briefkasten eine Hauswurfsendung mit der Aufforderung „Mach es zu Deinem Park“ vorgefunden. Dahinter steckt das Stadtteilmanagement – bestehend aus dem Stadtplanungsamt, der Caritas und der ProjektStadt –, die damit aufrufen, sich an der Neugestaltung des bisher noch eher unscheinbar wirkendenden Parks zu beteiligen.

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Kunstaktion_Park_Nied_Sued_Foto_Christiane_Alt.jpg

Die Grünfläche nördlich der B40 ist Teil des grünen Nieder Rückgrats und reicht vom Nieder Kirchweg bis zur Mainzer Landstraße. Der dazugehörige Spielplatz in der Alzeyer Straße ist schon jetzt ein beliebter Treffpunkt, doch der Rest der Grünfläche ist in keinem guten Zustand. Breit getretene Trampelpfade anstelle von befestigten Wegen, keine Bänke, eine in die Jahre gekommene Halfpipe und eine mit Graffiti verzierte Lärmschutzwand mit privaten Plastikstühlen in einer Ecke prägen das Erscheinungsbild.

„Die öffentlichen Grünflächen in Nied-Süd sollen den Ansprüchen der Anwohner besser gerecht werden und für jeden etwas bieten“, leitet Planungsdezernent Mike Josef die Planungsabsicht ein. Durch das Städtebauförderprogramm stehen Gelder bereit und die Planungsleistungen werden dieses Jahr ausgeschrieben. Interesse besteht, das zeigte sich zum Tag der Städtebauförderung am Samstag, 8. Mai, als das Stadtteilmanagement mit umweltfreundlichen Kreidespray Symbole und Sprechblasen mit Botschaften auf den Rasen gesprüht hat. Zudem wurden Gestaltungsbeispiele aus anderen Parks ausgehangen, die Anwohner dem Quartiersmanagement geschickt hatten. „Es ging darum, Aufmerksamkeit zu wecken und Gespräche anzustoßen. Das ist voll und ganz gelungen. Wir haben schon erste sehr konkrete Hinweise bekommen“, berichten Quartiersmanagerin Marja Glage (Caritas) und Projektsteuerer Jan Thielmann (ProjektStadt, Integrierte Stadtentwicklung).

Viele haben zugesagt, an der Befragung teilzunehmen und auch in ihrer Nachbarschaft dafür zu werben. Dafür haben die Niederinnen und Nieder auch eine mehrsprachige Einführung erarbeitet. Insbesondere Kinder und Jugendlichen im Park haben sehr konkrete Wünsche. Den Jugendlichen gefallen besonders die „chilligen Holzliegen“. Sie wünschen sich ein großes Rondell und Riesenschaukeln. Eine Gruppe Kinder wünschte sich Trampoline und würde gerne die Lärmschutzwand schön bemalen. Die älteren Spaziergänger nannten vor allem Bänke, ein befestigtes Wegenetz für Fußgänger sowie Radfahrer und ausreichend Müllkörbe. Auch die ökologische Aufwertung der mit Sträuchern und Büschen für die vielen Vögel und ein Gemeinschaftsgartenprojekt ist angeregt worden. Denn niemand möchte die Grünanlage versiegeln.

Als Anreiz für die Teilnahme winkt den Mitwirkenden passend zum Frühling ein schicker Strohhut. Dafür müssen sie den Fragebogen direkt im Stadtteilbüro in der Straße Alt-Nied 13 bei Marja Glage abgeben, die dort fast die ganze Woche präsent ist. Eine Abgabe der Hauswurfsendungen ist auch digital als Foto per E-Mail sowie über eine Sammelbox im Nahkauf in der Dürkheimer Straße 40 möglich. Die Abgabe sollte bis Sonntag, 23. Mai, erfolgen.

Zum Hintergrund
Die Soziale Stadt Nied ist ein Stadterneuerungsgebiet der Stadt Frankfurt am Main. In Nied sollen durch das Programm Sozialer Zusammenhalt mit sozialen und städtebaulichen Projekten die Lebensverhältnisse nachhaltig verbessert werden.

Gefördert wird dieses Ziel mit Bundes- und Landesmitteln sowie von der Stadt Frankfurt. Grundlage hierfür ist ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK). Das Stadtplanungsamt hat den Caritasverband Frankfurt mit dem Quartiersmanagement und die ProjektStadt mit der Projektsteuerung sowie der Erarbeitung des ISEK beauftragt. Die Parkanlage Nied-Süd als Teil des Nieder Rückgrats ist als eines der ISEK-Projekte im Dezember 2020 vom Land Hessen bewilligt worden und wird in den kommenden Jahren umgestaltet werden.

Im Herbst wird bereits als erster Schritt vorab eine Calisthenics-Anlage im Park installiert, die durch den Ortsbeirat 6 initiiert und durch den Stadtteilbeirat Soziale Stadt Nied konkretisierend begleitet wurde.

Foto: Mit einer Kunstaktion wurde die Parkanlage Nied-Süd temporär verschönert Foto: Christiane Alt
Foto: Mit Sprühkreide wird im Park Nied-Süd für das Projekt Mach es zu Deinem Park geworben. Foto: Stadtplanungsamt

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