Dritter Bauabschnitt am Gymnasium Nord wird bis 2022 errichtet

Praunheim
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Das Gymnasium Nord wird am Übergangsstandort Westhausen erweitert, um Platz für die Oberstufe zu schaffen. An der Ecke Schinkel-/Muckermannstraße entsteht bis Sommer 2022 der dritte Bauabschnitt. Wie schon die ersten beiden Bauabschnitte wird das Gebäude in hochwertiger Holzmodulbauweise ausgeführt. Der Magistrat hat der Bau- und Finanzierungsvorlage jetzt zugestimmt.

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„Holzmodule haben sich im Schulbau bewährt“, sagt Baudezernent Jan Schneider. „Damit können wir schnell und flexibel den Raumbedarf in hoher Qualität decken.“

„Das Gymnasium Nord erfreut sich als Schule im Aufbau sehr hoher Beliebtheit bei immer mehr Familien, was sich beim diesjährigen Übergang von Klasse 4 zu Klasse 5 wieder zeigt“, sagt Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber. „Ich bin froh, dass wir dieser zu recht so beliebten Schule eine attraktive Oberstufe zur Verfügung stellen werden, die unsere pädagogischen Standards und das hervorragende pädagogische Konzept der Schule auch baulich abbildet.“

Das Amt für Bau und Immobilien wird nach Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung umgehend mit der Umsetzung beginnen. Die Kosten für den dritten Bauabschnitt liegen bei 17,6 Millionen Euro. In der jetzt geplanten Erweiterung, die bereits im ursprünglichen Entwurf vorgesehen war, werden die Klassen 11 bis 13 des Gymnasiums untergebracht. 630 Schülerinnen und Schüler finden dort Platz. Insgesamt ist die Schule für mehr als 2000 Schülerinnen und Schüler ausgelegt. Im Erdgeschoss des dreigeschossigen Gebäudes sind acht Klassenzimmer, drei Aufenthaltsräume sowie ein Raum für Darstellendes Spiel vorgesehen. Im ersten Obergeschoss entstehen zehn Unterrichtsräume, eine offene Lernzone sowie Räume für den Kunstunterricht und die Vorbereitung der Lehrerinnen und Lehrer. Im zweiten Obergeschoss schließlich werden acht Fachräume für Naturwissenschaften und Musik untergebracht. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen.

In den vergangenen Jahren sind bereits die ersten beiden Bauabschnitte des Gymnasiums mit Räumen für die Klassen 5 bis 10 und die Verwaltung entstanden. Die Gebäude bestehen aus vorgefertigten Raumzellen und konnten deshalb in kurzer Zeit errichtet werden. Darüber hinaus gibt es an dem Schulstandort eine Mensa und eine Dreifeldsporthalle. Seinen endgültigen Standort soll das Gymnasium Nord in einem neu zu errichtenden Gebäude im Neubaugebiet „Am Eschbachtal“ bei Bonames erhalten. Das Holzmodulgebäude in Westhausen kann nach dem Auszug des Gymnasiums Nord als Auslagerungs- oder Interimsstandort für andere Schulen genutzt werden.

Wegen der stark steigenden Zahl von Schülerinnen und Schülern in Frankfurt steht das Amt für Bau und Immobilien unter großem Druck, kurzfristig zusätzliche Kapazitäten an Schulen zu schaffen. Mit der Modulbauweise können Neubauten deutlich schneller fertiggestellt werden. Neben dem Gymnasium Nord wurde auch der Schulcampus Westend für Adorno-Gymnasium und Holzhausenschule aus vorgefertigten Raumzellen errichtet, der Neubau für das Gymnasium Römerhof folgt diesem Vorbild. „Es handelt sich um sehr nachhaltige Gebäude“, betont Schneider. „Ein Holzbau verursacht nur ein Viertel der Kohlendioxid-Emissionen eines vergleichbaren Massivbaus.“

Foto: Entwurf Gymnasium Nord (dritter Bauabschnitt rechts im Bild). Foto: Jon Prengel raumwerk Gesellschaft fuer Architektur und Stadtplanung mbH

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