Mehr als 100.000 neue Bäume für den Stadtwald

Schwanheim
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Die vergangenen Trockenjahre haben dem Frankfurter Stadtwald erheblich zugesetzt. Zehntausende Bäume sind abgestorben, ganze Waldflächen liegen brach. Besonders betroffen sind die Waldbereiche auf trockenen Sandböden in den Revieren Schwanheim und Goldstein.

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„Nirgends in Frankfurt ist der Klimawandel deutlicher zu sehen als im Stadtwald. Der fehlende Regen, die trockenen Sommer und als Folge die Schädlinge zerstören in einem rasanten Tempo unseren Wald. Wir versuchen mit Baumarten und mit eigenen Sämlingen dagegenzuhalten, die Trockenheit und Hitzeperioden besser überstehen, erläutert Umweltdezernentin Rosemarie Heilig zu Beginn der Pflanzung am Dienstag, 9. März, im Schwanheimer Stadtforst.

Insgesamt 105.100 junge Bäume werden im Laufe der nächsten Wochen auf den kahlen Flächen im Schwanheimer und Goldsteiner Forst durch das Grünflächenamt gesetzt. „Die jungen Bäume der Traubeneiche kommen aus eigener Aufzucht. Unser Forst hat dafür im Herbst Eicheln aufgesammelt und nachgezogen. Der Vorteil eigener Anzucht ist, dass diese jungen Bäume in der Regel schon gut an die Boden- oder Wasser-Bedingungen vor Ort angepasst sind. Das erleichtert ihnen das Wachstum. Neben der Traubeneiche werden weitere trockenresistente einheimische Arten wie Winterlinde, Esskastanie, Elsbeere, Vogelkirsche, Flaum- und Zerreiche gepflanzt, sowie einige wenige Schwarzkiefern und Flatterulmen. „Der Frankfurter Stadtwald ist ein vielfältiger Laubmischwald. Das wird er auch bleiben. Nur so ist er widerstandsfähig und bekommt eine Chance, dem Klimawandel zu trotzen“, sagt Heilig.

Vor der Pflanzung wurde das Gebiet vorbereitet: Ein eigens umgebauter Bagger hat eine dichte Lage aus nicht zersetzten Kiefernnadeln und Grasfilz oberflächlich abgeschoben und Pflanzgräben hergestellt. Diese sollen den neuen Bäumen beim Anwachsen helfen. Denn die nahezu wasserundurchlässige Nadel- und Grasschicht hätte das tiefere Eindringen von Niederschlag verhindert und somit die Wasserversorgung der jungen Pflanzen unmöglich gemacht. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde auch die aus Nordamerika stammende Spätblühende Traubenkirsche entfernt. Diese invasive und widerstandsfähige Baumart würde eine Wiederbewaldung durch die Samen der heimischen Baumarten verhindern.

Vor der Pflanzung wurde das Gebiet vorbereitet: Ein eigens umgebauter Bagger hat eine dichte Lage aus nicht zersetzten Kiefernnadeln und Grasfilz oberflächlich abgeschoben und Pflanzgräben hergestellt. Die sollen den neuen Bäumen beim Anwachsen helfen. Denn die nahezu wasserundurchlässige Nadel- und Grasschicht hätte das tiefere Eindringen von Niederschlag verhindert und somit die Wasserversorgung der jungen Pflanzen unmöglich gemacht. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde auch die aus Nordamerika stammende Spätblühende Traubenkirsche entfernt. Diese invasive und sehr widerstandsfähige Baumart würde eine Wiederbewaldung durch die Samen der heimischen Baumarten verhindern.

Um die neu gepflanzten Bäume vor Wildverbiss zu schützen, wurde bereits mit dem Bau eines Schutzzauns begonnen.

Foto: 100 000 junge Bäume für den Stadtwald: Vergangene Trockenjahre haben besonders Waldbereiche mit Sandböden wie in Schwanheim zugesetzt.
Foto: Umweltdezernentin Rosemarie Heilig: ‚Die jungen Bäume der Traubeneiche kommen aus eigener Aufzucht, so sind sie schon gut an die Boden- oder Wasser-Bedingungen vor Ort angepasst‘.

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