Nach einem breit angelegten Planungsprozess, der im September 2018 begonnen hatte und mit allen beteiligten Ämtern und der Verwaltung durchgeführt wurde, liege nun ein hervorragendes Ergebnis auf dem Tisch.
„Mit Unterstützung des Büros schneidermeyer aus Köln haben wir sowohl die bautechnisch-architektonischen Fragen als auch die Weiterentwicklung der inneren räumlichen Organisationsstruktur untersucht“, sagt Weber. Die aktuellen Anforderungen an Gymnasien und Gesamtschulen haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert und der Schulbau müsse dem Rechnung tragen.
„Es geht heute um nicht weniger als einen Lebensort für Lehrende und Lernende, die den ganzen Tag in diesen Gebäuden verbringen. Es geht um Aufenthaltsqualität, um Rückzugsräume, Differenzierungsräume, klassenübergreifende Kooperation, erfahrungsorientiertes Lernen und multiprofessionelle Teamentwicklung“, beschreibt die Dezernentin die komplexe Aufgabenstellung.
Anders als früher, als Frontalunterricht in Flurschulen noch der Standard war, habe der Schulbau von heute zeitgemäßes pädagogisches Arbeiten zu ermöglichen mit einer Didaktik, die Abwechslung in den Schulalltag bringen und letztendlich mehr Freude am Lernen vermitteln soll. Das eigene Tun gewinne an Bedeutung, der schülerzentrierte Unterricht rücke anders als früher in den Fokus.
„Wir haben nach den aktuell beschlossenen Schulentwicklungsplänen 14 weiterführende Schulen zu bauen. Jede einzelne Schule bekommt ihre eigene Planungsphase 0, um aus den vorgegebenen schulartübergreifenden Flächenkennwerten pro Unterrichtsbereich, Fachunterrichtsbereich, Gemeinschaftsbereich, Teambereich und Freiraum ihre eigenen Schwerpunkte zu setzen, was Raumgröße, Raumanzahl und Raumzuordnung angeht“, erklärt Sylvia Weber die individuelle Herangehensweise. Ihr sei es wichtig gewesen, statt des alten starren Modellraumprogramms jeder neuen weiterführenden Schule die Ausgestaltung der maximalen Fläche je nach Profil und Interesse selbst zu überlassen.
„Heute ist ein guter Tag für unsere zukünftigen Gymnasien und Gesamtschulen“, sagt Weber. Für beide Schularten ergäben sich Flächenzuwächse, für die Gesamtschulen von 6,9 Prozent und für die Gymnasien von 10,9 Prozent. Es gehe aber nicht nur um mehr Fläche, sondern auch um eine effiziente Nutzung bestehender Flächen über den ganzen Schultag, wo momentan oft Räume nur teilgenutzt und monofunktional genutzt werden und selbstverständlich auch um die Öffnung in den Stadtteil und um Anmietungsmöglichkeiten von Räumlichkeiten für Dritte. Dabei wurden stets auch Vergleichsgrößen von vergleichbaren deutschen Städten berücksichtigt.
In sieben Jahren werde der Planungsrahmen evaluiert, gemachte Erfahrungen ausgewertet und nach spätestens zehn Jahren sei eine Weiterentwicklung des Planungsrahmesn den politischen Gremien vorzulegen.
Sylvia Weber dankte abschließend dem Stadtschulamt, den beteiligten Ämtern, Jochem Schneider vom Büro schneidermeyer und allen Beteiligten für die professionelle Arbeit und das exzellente Ergebnis. „Ich freue mich auf unsere zukünftigen Schulen und mit allen, die künftig in attraktiven Schulgebäuden lehren und lernen können“, sagt Weber.