Den Frankfurter Westen im Fokus: Am Donnerstag, 6. Mai, hat Oberbürgermeister Peter Feldmann die westlichen Stadtteile besucht und sich ein Bild davon gemacht, wie dortige Institutionen mit der Corona-Pandemie umgehen – und wie es den Menschen vor Ort geht. An insgesamt drei Orten machte Feldmann Station: im Café Mouseclick in Höchst, beim Fußballverein Alemannia Nied und im Bolongaropalast, wo er mit dem Vorsitzenden des Höchster Vereinsrings sprach.
Feldmann ist nicht nur Frankfurts Stadtoberhaupt, sondern als Dezernent für den Frankfurter Westen auch in besonderem Maße für die Stadtteile Griesheim, Höchst, Nied, Schwanheim, Sindlingen, Sossenheim, Unterliederbach und Zeilsheim zuständig.
„Dieser Tag steht für mich im Zeichen des Frankfurter Westens“, sagte Feldmann. „Ich möchte wissen, wie die Menschen vor Ort mit der Pandemie umgehen, wie die Kommunikation mit der Stadt läuft und wo wir etwas verbessern können. Als Dezernent für die westlichen Stadtteile liegen mir diese selbstverständlich sehr am Herzen. Die Menschen dort sind aktiv und engagiert, und ich bin immer wieder beeindruckt davon, wie sie die aktuelle Situation meistern.“
Feldmann begann seinen Besuch im Café Mouseclick in der Bolongarostraße in Höchst. Das Internetcafé richtet sich an eine spezielle Zielgruppe, nämlich Menschen der Generation 50+, und ist Teil des vom Frankfurter Verband geführten Begegnungszentrums Höchst für Menschen ab 50. Unter Berücksichtigung, dass man in diesem Alter anders lernt als in jungen Jahren, können ältere Menschen dort ohne Druck digitales Grundwissen erlangen. Geleitet wird die Einrichtung von Klaus Baumgarten, der mit dem Oberbürgermeister über die aktuelle Pandemie-Situation sprach. Feldmann betonte die Wichtigkeit des Internetcafés, besonders jetzt: „Digitale Endgeräte sind im Kampf gegen die Einsamkeit besonders wichtig. Sie ermöglichen den Austausch mit Freunden, Familien und Institutionen. Die Pandemie beschleunigt die Digitalisierung – gerade jetzt ist es besonders wichtig, alle mitzunehmen.“
Jedoch leiden nicht nur die Seniorinnen und Senioren sehr unter der Pandemie; vor allem für Kinder und Jugendliche ist die seit über einem Jahr andauernde Situation eine harte Prüfung. Deswegen ist es für viele Menschen nicht nachvollziehbar, warum Sportangebote von Vereinen trotz Hygienekonzepten nicht stattfinden können. Das betrifft auch den Fußballverein FV Alemannia Nied 08. In drei Herrenmannschaften und sieben Jugendteams wird normalerweise auf dem Kunstrasenspielfeld an der Grenze zu Griesheim gekickt – doch wie im letzten Jahr musste auch 2021 für alle Teams die Saison abgebrochen werden. Aktuell dürfen Kinder bis 14 Jahren zu fünft zusammen trainieren, für die älteren sind zwei Personen oder zwei Haushalte bereits die Grenze. „Durch die Schließung der Schulen und Horte werden die Sportangebote für die Jüngsten als Ausgleich zum Alltag umso wichtiger“, sagte Feldmann, der sich mit dem Zweiten Vorsitzenden der Alemannia, Peter Frey, unter anderem über den Kontakt mit dem Sportamt austauschte. „Ich bin sehr froh über die stadtweiten Sportangebote für Kinder und Jugendliche und kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum sie für bis 14-Jährige möglich sind, für die Älteren aber nicht. Ohne Sport und ohne Ehrenamt wird der Schaden durch Corona noch größer. Ich bin mir sicher, dass der Besuch des Sportplatzes für viele Kinder das Highlight der Woche darstellt.“
Ein Höhepunkt des Jahres ist für viele Einwohner im Frankfurter Westen das Höchster Schlossfest. Der Vereinsring Höchst musste aber bereits verkünden, dass das beliebte Fest auf dem Schlossplatz und am Mainufer auch in diesem Jahr nicht stattfinden kann. Die Hoffnung der Vereine – etwa 70 haben sich im Höchster Vereinsring zusammengetan – ruht nun auf der zweiten wichtigen Veranstaltung, die sie alljährlich organisieren: den Höchster Weihnachtsmarkt, für den sie die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben. Zu diesem Thema sprach der Oberbürgermeister mit Claus Cromm, dem Vorsitzenden des Vereinsrings. Dabei ging es auch um die aktuelle Situation der Vereine, sowohl finanziell als auch bezüglich der Mitgliederzahlen, die Stimmung mit Blick auf absehbare Lockerungen nach dem Sommer und die davor zu bewältigenden Herausforderungen des Lockdowns. „Ich möchte Ihnen herzlich für die von Ihnen geleistete Arbeit danken“, sagte Feldmann. „Trotz der Einschränkungen ist sie in diesen Zeiten enorm wichtig. Die vielfältige Vereinslandschaft in Höchst ist ein wichtiger Baustein für das friedliche Zusammenleben und die Integration in unserer Stadt.“
Foto: Claus Cromm und Oberbürgermeister Feldmann im Gespräch. Foto: Stadt Frankfurt/Rainer Rueffer Foto: Oberbürgermeister Feldmann mit Klaus Baumgarten (links) im Café Mouseclick in Höchst. Foto: Stadt Frankfurt/Maik Reuss Foto: Peter Frey und Oberbürgermeister Feldmann bei der Alemannia Nied. Foto: Stadt Frankfurt/Maik Reuss