Flughafen: 2.100 Euro bedeuten die Freiheit

Polizeimeldungen
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Wohl dem, der gute Freunde hat", muss sich am Dienstag (11.05.) ein Iraner am Frankfurter Flughafen gedacht haben.

Die Bundespolizei nahm ihn bei seiner Ankunft aus Wien fest, denn gegen den 35-Jährigen bestand ein Haftbefehl. Der Mann wurde auf Grundlage des Dubliner Übereinkommens von den österreichischen Behörden nach Deutschland rücküberstellt.

Im Juni 2020 verurteilte ihn ein Gericht in Baden-Württemberg wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen á 30 Euro, die er allerdings nie beglichen hatte. Aus diesem Grunde ließ die zuständige Staatsanwaltschaft seit April dieses Jahres mit Haftbefehl nach ihm suchen. Da er bei seiner Ankunft in Frankfurt gerade einmal 30 Euro in der Tasche hatte, bat er telefonisch einen Freund, ihm aus der Patsche zu helfen.

Dieser zahlte kurzerhand 2.177 Euro bei einer Landespolizeidienststelle in Karlsruhe ein und übernahm somit auch gleich die noch ausstehenden Verfahrenskosten.  Der 35-Jährige konnte die Wache anschließend als freier Mann verlassen.



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