Besonders geschulte freiwillige Jugendliche versuchen unter der Obhut von Stadtpolizisten und Vertretern des Präventionsrates in Supermärkten, Kiosken oder Tankstellen Alkohol zu kaufen. Leider gelingt dies viel zu oft. Auch wenn im Jahr 2020 lediglich zwei Kontrollaktionen erfolgen konnten, hat sich an dem Anteil an „erfolgreichen“ Käufen leider nichts geändert. Noch immer können sich die jugendlichen Testkäufer fast bei jedem dritten Kauf unbehelligt mit harten Alkoholika eindecken. In 10 von 31 überprüften Betrieben war dies möglich. Die darauf folgenden Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen scheinen die Geschäftstreibenden nicht abzuschrecken.
Gerade deshalb ist es wichtig, dass derartige Testkäufe weiter durchgeführt werden, um die widerrechtliche Abgabe von Alkohol an Jugendliche aufzudecken und durch entsprechende Ahndung zu sanktionieren und nachhaltig zu erreichen, dass keine Verkäufe mehr stattfinden. „Ob Unwissenheit, Gleichgültigkeit oder reine Profitgier. Mögliche Ausreden und Begründungen sind vielfältig, ändern aber nichts daran, dass es in Frankfurt am Main Kindern und Jugendlichen immer noch viel zu leichtgemacht wird, sich mit alkoholischen Getränken einzudecken. Der Jugendschutz muss bei den Gewerbetreibenden wieder mehr in den Vordergrund gebracht werden“, sagte Stadtrat Markus Frank. Er begrüßt die Weiterführung der Testkäufe ausdrücklich.