Mit insgesamt 28 Veranstaltungen und 18 beteiligten Initiativen, Vereinen, Ämtern und Referaten bieten die Klimatage ein vielfältiges Programm aus Information, Austausch und praktischen Mitmachangeboten. Anlass ist das Vorstandstreffen des europaweiten Städtenetzwerks Klima-Bündnis in Frankfurt. „Klimaschutz und Klimaanpassung müssen sichtbar und erfahrbar sein. Nicht nur als Strategie, sondern im Alltag der Menschen", sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen. „Die ,Frankfurter Klimatage' setzen ein Zeichen in einer Zeit, in der Klimathemen zwar wieder zunehmend besprochen, aber auch stärker polarisiert diskutiert werden. Die klimatischen Herausforderungen werden dagegen nicht weniger, sondern sichtbarer, etwa durch Hitzeperioden, Starkregenereignisse oder Fragen der Energieversorgung. Umso wichtiger sind verständliche, praxisnahe und kontinuierliche Informationsangebote, die Orientierung geben und Handlungsfähigkeit stärken."
Bei der Programmgestaltung stand die breite Beteiligung der Stadtgesellschaft im Mittelpunkt. Die Angebote decken zentrale Themenfelder ab – von Energie, Mobilität und Ernährung bis hin zu Bildung und Wasser. Auch die Insel für Klima und Nachhaltigkeit an der Hauptwache wird an den Klimatagen zu einem besonderen Ort: Neben der Beratung im Inneren gibt es zusätzliche Informations- und Beteiligungs-Angebote außerhalb der Insel. Besonders wichtig war bei der Organisation eine Mischung aus Information, Diskussion und Mitmachformaten, die niedrigschwellig zugänglich sind und unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit sei es gelungen, betont Zapf-Rodríguez, eine große Vielfalt an Formaten zusammenzustellen. Die Resonanz der Initiativen war sehr positiv, auch wenn nicht alle Interessierten berücksichtigt werden konnten. Eine Fortsetzung des Formats sei daher durchaus realistisch.
Mit den Klimatagen zeigt Frankfurt, dass Kommunen zentrale Orte der Umsetzung von Klimapolitik sind. Auch wenn globale Entwicklungen nicht allein vor Ort umkehrbar sind, kann Frankfurt durch konkrete Projekte, Beteiligung und Kooperation vorangehen und Klimaschutz im Alltag sichtbar machen. Ein besonderer Programmpunkt ist eine Podiumsdiskussion, die am Montag, 20. April, ab 18.30 Uhr in der Evangelischen Stadtakademie stattfindet. Sie wird gemeinsam mit dem Klima-Bündnis unter dem Titel „Kommunaler Klimaschutz kann mehr – Herausforderungen und Best Practices in europäischen Städten: gemeinsam stark für Europa" ausgerichtet. Dort stellen Vertreterinnen und Vertreter des Netzwerkes Maßnahmen aus ihren Städten vor. So werden kommunale Perspektiven auf europäischer Ebene zusammengeführt und die Rolle der Städte als zentrale Treiber der Klimapolitik deutlich. Um Anmeldung unter Kommunaler Klimaschutz kann mehr – Klima-Bündnis wird gebeten. Zeitgleich eröffnet das Klima-Bündnis in der Akademie die Ausstellung „Unser Griff nach den Rohstoffen der Welt" eine Ausstellung zu Klimagerechtigkeit.