Online-"Tag der offenen Tür" der beruflichen Schulen Berta Jourdan

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Damit auch in diesem Jahr Interessierten ein Einblick in die Ausbildungsgänge der Berufsfelder „Sozialpädagogik“ und „Ernährung/Gastronomie“ gegeben werden kann, findet am Samstag, 14. November, der Tag der Offenen Tür der beruflichen Schulen Berta Jourdan erstmals in einem Online-Format statt.

„Die Ausbildungen, die an den beruflichen Schulen Berta Jourdan durchgeführt werden, sind für Frankfurts Bildungs- und Betreuungslandschaft ein wesentlicher Faktor, um dem großen Bedarf an pädagogischen Fachkräften in allen Teilen der Stadt und in allen Betreuungsformen mit sehr gut ausgebildeten Fachkräften begegnen zu können“, sagt Bildungsdezernentin Sylvia Weber.

Insgesamt besuchen derzeit 1900 Schülerinnen und Schüler und Studierende die beruflichen Schulen Berta Jourdan. 900 Studierende werden zu Staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern und circa 240 Schüler und Schülerinnen zu Staatlich geprüften Sozialassistenten und Sozialassistentinnen ausgebildet.

Im Bereich der Fachschule für Sozialwesen gibt es derzeit zehn Klassen für die drei verschiedenen Ausbildungsformen, die an der Schule für die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher angeboten werden: Die sind die 2019 eingeführte vergütete und praxisintegrierte Ausbildung mit vier Klassen: zwei berufsbegleitende und vier vorschulische Klassen.

Die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher hat sich im letzten Jahrzehnt qualitativ enorm weiterentwickelt. Die Studierenden werden an der Fachschule für Sozialwesen auf eine Berufstätigkeit vorbereitet, in der große Herausforderungen zu bewältigen sind: beim Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen, beim Spracherwerb der Kinder, bei der Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung oder bei der Arbeit mit Familien in schwierigen sozialen Situationen. Neben der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, den Eltern und den Teams rückt immer mehr auch die Zusammenarbeit mit den Schulen, Erziehungsberatungsstellen oder Jugendämtern in den Fokus der Ausbildung.

„Gerade jetzt, in der besonderen Situation der Pandemie, sehen wir, wie wichtig gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher für die Aufrechterhaltung unseres gesellschaftlichen Lebens und zur Entlastung der Familien sind. Daher fordere ich mehr Anerkennung und mehr Geld für die Erzieherinnen und Erzieher in diesem anspruchsvollen und fordernden Beruf. Guter Lohn für gute Arbeit. Applaus allein reicht nicht. Die Erzieherinnen und Erzieher brauchen deutlich mehr Geld, gerade in einer Stadt wie Frankfurt. Deshalb freue ich mich, dass es jetzt auch die Möglichkeit einer vergüteten Ausbildung gibt, die wir ausweiten wollen“, sagt Weber.

Der Fachkräftemangel im Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder ist in Frankfurt ein großes Thema in den Familien und in den Betrieben. Das enorme Wachstum der Bevölkerung im Stadtgebiet und die damit verbundenen steigenden Kinderzahlen führen immer wieder zu Engpässen in der Fachkraftversorgung in Kinderkrippen und Krabbelstuben, Kindertagesstätten, Horten und Ganztagsschulen. Das Land Hessen veröffentlichte vor kurzem Prognosen der Universität Dortmund zum Fachkräftebedarf bis zum Jahr 2031. Aus diesen Zahlen geht hervor, dass die Stadt Frankfurt das gesamte kommende Jahrzehnt den Bedarf nur schwer decken kann.

Ein Teil der Lösung, die Zahl der Ausbildungsplätze und damit der ausgebildeten Fachkräfte zu erhöhen, wird der Neubau der beruflichen Schulen Berta Jourdan sein. Die räumlichen Kapazitäten der Schule am Standort im Nordend sind erschöpft, sodass ein Ausbau der Ausbildungsangebote im Bereich der Ausbildung von Erzieherinnen und Erzieher aktuell nicht möglich ist. Ein neues, größeres Schulgebäude mit ansprechenden Räumlichkeiten kann ein wesentlicher Schlüssel für mehr Fachkräfte in Frankfurt sein. Ein Neubau ermöglicht es der Schule auch, unterrichtliche Wege zu gehen, die für die qualitative Weiterentwicklung der Ausbildungen wesentlich sind.

Die Stadträtin zeigt sich sehr erfreut über die hohe Nachfrage an Ausbildungsplätzen: „Es ist großartig, dass die Schule einen Ausbau der Ausbildungsplätze anstrebt und das Interesse an einem Ausbildungsplatz an den beruflichen Schulen Berta Jourdan stetig steigt. Das spricht für die Qualität der Ausbildung! Aus diesem Grund prüfen wir jede räumliche Weiterentwicklung intensiv und sind hier in einem engen Austausch mit der Schule. Jede Investition in diese bedeutsamen Ausbildungen im pädagogischen Bereich sichert die hohe Qualität der Betreuung und ermöglicht es, Betreuungsplätze in unserer wachsenden Stadt zu erhalten und neu zu schaffen. Ich freue mich schon jetzt darauf, in den nächsten Jahren die Absolventinnen und Absolventen der beruflichen Schulen Berta Jourdan in den vielfältigen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen unserer Stadt begrüßen zu können“, sagt Weber.

Der Tag der Offenen Tür an den beruflichen Schulen Berta Jourdan findet am Samstag, 14. November, von 11 bis 14 Uhr statt. Anmeldungen für die Online-Veranstaltungen können unter https://www.berta-jourdan.de/ vorgenommen werden.



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