Es gibt kaum eine Lebenserfahrung, die so einschneidend ist wie Flucht und der Verlust von Heimat. Mit dem Fotoprojekt „Ich will mein Leben extrem verändern“ thematisiert das Frauenreferat die Lebenssituation von geflüchteten Frauen und gibt Einblick in die Hintergründe für Flucht und Migration von Frauen heute.
Der vorliegende Bildband porträtiert fünf Frauen, die seit 2015 als Geflüchtete nach Frankfurt gekommen sind. Ihre Geschichten – vom Ankommen in Deutschland bis heute - will das Frauenreferat exemplarisch erzählen.
„Die porträtierten Frauen kommen aus unterschiedlichen Ländern und unterscheiden sich in Kultur, Religion und Lebensweise. Und doch vereint sie alle der Wunsch nach einem besseren Leben für sich und ihre Kinder. Sie haben ihre Heimat verlassen, eine gefährliche Flucht auf sich genommen und sind heute voller Tatendrang und Stärke“, sagt Frauendezernentin Rosemarie Heilig. „Ich freue mich daher über den vorliegenden Bildband, der den ‚Moment des Neuanfangs‘ festzuhalten versucht.“
Die Frankfurter Künstlerin und Fotografin Sandra Mann hat die Frauen über viele Monate hinweg begleitet und in ihrer privaten Umgebung fotografiert. Sie stammen aus Afghanistan, Syrien, Eritrea, Somalia und Burkina Faso. Sie sind verheiratet, alleinerziehend, Singles, geschieden. Sie leben in unterschiedlichen Wohn- und Familien-Verhältnissen, in einer Wohngemeinschaft, in einer kleinen Dachgeschoß- oder Hochhauswohnung.
Und sie tun viel, um beruflich Fuß zu fassen und ihrem Wunschberuf näher zu kommen. „Dennoch kann für diese Frauen das übergeordnete Ziel Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit längst erreicht sein – durch die Flucht in ein sicheres Land ohne Repression durch Familie, Kultur und Gesellschaft“, sagt Referatsleiterin Gabriele Wenner. „Wir wollen mit dem Bildband Einblicke in die heutigen Lebensrealitäten der geflüchteten Frauen geben, ohne dabei diese zu bewerten oder zu kommentieren.“
Das Konzept der Darstellung beinhaltet Aufnahmen im realen Lebensumfeld der Frauen. Dem gegenüber stehen Aufnahmen im Studio, dem sogenannten White Room, durch den sich die Fotografin Sandra Mann auszeichnet. Die Auswahl der Fotomotive und Darstellungen richtete sich danach, was den Frauen selbst wichtig war und ist. Die Eigensicht der Frauen bestimmt die Komposition: Als Ergebnis zeigt der Bildband authentische und unverstellte Einblicke in die Lebenswelt und den Alltag der beteiligten Frauen. Das Projekt ist im Rahmen der Kampagne „Klischeefreie Zone Frankfurt“ des Frauenreferats entstanden, entwickelt und gefördert worden.
Der Bildband ist im Buchhandel, ISBN 978 3940 599 094, ab Dienstag, 1. Dezember, zum Preis von 18 Euro oder direkt beim Nizza Verlag per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder online unter http://www.nizzaverlag.de/index.php?id=bestellenfreihaus erhältlich.