Zahlen und Fakten zu Frankfurt im 21. Jahrhundert

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21 Prozent mehr Einwohner, ein deutlich gesunkenes Durchschnittsalter und ein kräftiger Zuwachs bei den Arbeitsplätzen: Das sind nur drei Trends, die die Entwicklung Frankfurts in den ersten 20 Jahren dieses Jahrtausends kennzeichnen. Diese und viele andere interessante Daten sind im Statistischen Jahrbuch 2020 und im Stadtteilheft zu finden, die der für die Kommunalstatistik zuständige Stadtrat Jan Schneider vorgestellt hat.

„Der Vergleich der Zahlen seit 2000 macht deutlich, wie sich Frankfurt verändert hat“, sagte er. „Daran zeigt sich auch, wie wichtig präzise Datenreihen über längere Zeiträume hinweg sind, um Entwicklungen darzustellen und Grundlagen für Entscheidungen von Politik und Verwaltung zu liefern. Das Bürgeramt, Statistik und Wahlen erarbeitet dazu kontinuierlich wertvolles Material.“

Bei der Vorstellung der aktuellen Veröffentlichungen lag der Schwerpunkt in diesem Jahr auf der Entwicklung Frankfurts in den vergangenen beiden Jahrzehnten. Das Bevölkerungswachstum war in diesem Zeitraum nicht gleichermaßen stark. Besonders viele Einwohner kamen in den Jahren zwischen 2011 und 2015 hinzu, seit 2016 verläuft das Wachstum etwas langsamer. „Frankfurt ist eine lebenswerte und wirtschaftskräftige Stadt“, sagte Schneider. „Diese Attraktivität zieht viele Menschen an.“

Aufschlussreich ist die Entwicklung in den einzelnen Altersgruppen: In der Statistik sind die Auswirkungen der Baby-Boomer, also der zwischen 1960 und 1970 geborenen, gut ablesbar. So leben heute in Frankfurt im Vergleich zu 2000 nicht nur wesentlich mehr Menschen im Alter um Mitte 50. Überdurchschnittliche Zuwächse sind auch bei den 25- bis 34-Jährigen, den Kindern der Baby-Boomer, zu verzeichnen. Diese haben mittlerweile selbst Kinder, was sich in den Zahlen widerspiegelt. So gab es 2019 fast 2900 Einjährige mehr als zur Jahrtausendwende. „Diese Kinder brauchen Platz in Kitas und Schulen, weshalb die Stadt Frankfurt am Main weiter in die Infrastruktur investieren muss“, betonte Schneider.

Die Entwicklung macht sich auch beim Altersdurchschnitt bemerkbar. „Die Frankfurterinnen und Frankfurter werden immer jünger“, sagte Schneider. „Leider ist das aber nur ein statistisches Phänomen, denn gegen das individuelle Altern können auch die Zahlen nichts ausrichten.“ Das Durchschnittsalter in Frankfurt ist seit 2000 von 41,7 auf 40,8 Jahre gesunken. Besonders stark „verjüngt“ (von durchschnittlich 44,4 auf 41,3 Jahre) haben sich die deutschen Frankfurterinnen und Frankfurter, während die ausländische Bevölkerung „gealtert“ ist (Durchschnittsalter 39,7 statt 35,1 Jahre).

Einen anhaltenden Boom verzeichnete Frankfurt seit etwa 2005 bei den Arbeitsplätzen. War der Zuwachs an Beschäftigten zeitweise vor allem auf einen Anstieg bei den Minijobs zurückzuführen, kamen in den letzten Jahren überwiegend sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse hinzu. „Hieran zeigt sich die Stärke der hiesigen Wirtschaft“, sagte Schneider. Er wies auf einen weiteren Trend hin, der sich aus der Statistik ablesen lässt: „Immer mehr Frankfurterinnen und Frankfurter arbeiten in Teilzeit.“

Nicht nur zu Bevölkerung und Arbeitsmarkt, sondern auch zu vielen anderen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Themen bietet das Statistische Jahrbuch einen prägnanten und komprimierten Überblick. Für diejenigen, die sich für die kleinräumigen Entwicklungen innerhalb des Stadtgebiets interessieren, stellen die Materialien zur Stadtbeobachtung Nummer 30 mit Stadtteildaten eine einzigartige Informationsquelle dar. Die traditionell am Jahresende erscheinenden Hefte sind die umfangreichsten der Frankfurter Statistik. Auf zusammen mehr als 500 Seiten und in interaktiven Anwendungen im Internet sind alle Zahlen, Daten und Fakten über Frankfurt am Main zusammengestellt.

„Da sich das Statistische Jahrbuch auf das Jahr 2019 bezieht, sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Zahlen noch nicht enthalten“, betonte Schneider. „Daten zur Entwicklung Frankfurts in diesem Krisenjahr werden wir der nächsten Ausgabe entnehmen können.“

Das Statistische Jahrbuch 2020 steht unter http://frankfurt.de/statistisches_jahrbuch als kostenloser PDF-Download zur Verfügung. Die Informationen aus dem Band „Materialien zur Stadtbeobachtung 30 – Stadtteildaten 2019“ sind ebenfalls im Internet unter http://www.frankfurt.de/materialien_stadtbeobachtung und außerdem als interaktive Kartenanwendungen unter http://www.frankfurt.de/strukturdaten abrufbar.



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