Ein Jahr im Zeichen der Corona-Pandemie geht zu Ende. Sie hat die Welt und vor allem die Gesundheitssysteme vor ungeahnte Herausforderungen gestellt. Sie hat aber auch dazu geführt, dass in kürzester Zeit enorme Forschungsleistungen erzielt wurden. Einen Beitrag dazu hat Prof. Jindrich Cinatl aus dem Institut für Medizinische Virologie des Universitätsklinikum Frankfurt in Kooperation mit Kollegen aus dem In- und Ausland geleistet. Er war bereits 2003 an der Erforschung von SARS-CoV-1 beteiligt. In der Zwischenzeit hatte er andere Schwerpunkte, doch in der Pandemie wurde er für das Forschungsfeld der Coronaviren reaktiviert – mit großem Erfolg.
Auf Basis einer Zellbank konnte er mit seinen Partnern international viel beachtete Erkenntnisse gewinnen und ist ein gefragter Kooperationspartner. In einem ausführlichen Interview spricht er darüber, wie er zur Virologie gekommen ist, wie die Pandemie seine Arbeit verändert hat und warum die Erfahrungen mit SARS-CoV-1 seinem Team einen Vorsprung verschafft haben. Das Interview ist Teil der neuen Ausgabe der „Wissen wird“, in der auch Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Themenfeldern rund um SARS-CoV-2 vorgestellt werden: zum Beispiel zur Übertragung von SARS-CoV-2 im Flugzeug oder zu den psychischen Folgen des Lockdown.
Herausforderung Klinikbetrieb in der Pandemie
Die Universitätsmedizin leistet aber nicht nur in der Forschung einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie. Die Universitätsklinika behandeln auch einen großen Anteil der COVID-19-Patientinnen und -Patienten, vor allem mit schweren Verläufen. Das stellt den Klinikbetrieb in der Pandemie natürlich vor besondere Herausforderungen: Wie verhindern wir Übertragungen? Wie können wir in einem angespannten Weltmarkt die Versorgung mit Schutzausrüstung und Medikamenten sicherstellen? Wie schützt man seine Beschäftigten? Diese und weitere Fragen beantworten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsklinikum Frankfurt im ausführlichen Themenschwerpunkt „Patienten sicher versorgen – extreme Herausforderungen in der Pandemiezeit“.
Forschungsperspektiven: Netzwerke für neue Erkenntnisse
In einem weiteren Themenblock stellt die „Wissen wird“ nationale und europäische Forschungsprojekte zu SARS-CoV-2 vor. Im deutschlandweiten Netzwerk Universitätsmedizin hat das Universitätsklinikum Frankfurt bei mehreren Projekten die Leitung übernommen, in denen die Daten und Expertisen der verschiedenen Standorte zusammengeführt werden. Außerdem fördert die Europäische Union mit fast fünf Millionen Euro eine Kooperation zahlreicher europäischer Standorte: Unter der Federführung der Frankfurter Universitätsmedizin werden mithilfe Künstlicher Intelligenz Vorhersagemodelle für Krankheitsverläufe zur besseren intensivmedizinischen Versorgung entwickelt.
Die digitale Version der „Wissen wird“ können Sie ab sofort unter folgendem Link herunterladen: www.kgu.de/fileadmin/redakteure/Presse/Wissen_Wird/UKF_wiwi_2002_final_web.pdf