Universitätsklinikum impft psychiatrische Patienten

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Die Patientinnen und Patienten in den Psychiatrien gehören in der Pandemie zu einer besonders gefährdeten Gruppe. In der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie sind nun die ersten gegen SARS-CoV-2 geimpft worden.

Am 22. April 2021 sind die ersten zwölf Patientinnen und Patienten am Universitätsklinikum Frankfurt geimpft worden. Es handelt sich um Personen, die in der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie auf der Akutstation, der Alterspsychiatrie sowie weiteren Schwerpunktstationen behandelt werden. Alle Geimpften hatten aufgrund ihrer schweren psychischen Erkrankung eine hohe Priorität. „Unsere Patientinnen und Patienten gehören zu einer besonders gefährdeten Gruppe. Zum einen wissen wir, dass sie ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung haben. Zum anderen sind sie auch aufgrund ihrer psychischen Erkrankung manchmal nicht in der Lage, die gebotenen Schutz- und Hygieneregeln einzuhalten. Deshalb haben wir uns sehr dafür eingesetzt, Impfstoff für diese Patientengruppe zu erhalten und freuen uns, jetzt tatsächlich mit den Impfungen starten zu können“, erläutert Prof. Andreas Reif, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Frankfurt.

In den vergangenen Monaten ist es in verschiedenen psychiatrischen Stationen in der Region wie auch in ganz Deutschland immer wieder zu SARS-CoV-2-Ausbrüchen gekommen. In der Folge mussten Stationen geschlossen werden und es kam zu Versorgungsengpässen für akut psychiatrisch erkrankte Patienten. Durch das freiwillige Impfangebot am Universitätsklinikum Frankfurt werden die Patientinnen und Patienten jetzt noch besser geschützt und die Versorgungsicherheit erhöht. Die Impfdosen wurden vom Impfzentrum Frankfurt zur Verfügung gestellt und durch Mediziner des Universitätsklinikums verabreicht.

„Wir hoffen, dass wir weiteren Impfstoff für unsere Patientinnen und Patienten erhalten. Wir möchten in der Psychiatrie insbesondere denen ein Angebot machen, die nicht in der Lage sind, Termine in den Impfzentren oder bei ihren Hausarztpraxen zu vereinbaren. Außerdem setzen wir uns dafür ein, auch Patientinnen und Patienten aus anderen medizinischen Bereichen impfen zu können, wenn sie aufgrund ihrer Erkrankung besonders gefährdet sind und keine andere Möglichkeit zur Impfung haben“, erklärt Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikum Frankfurt.



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