Agaplesion Bethanien Krankenhaus als Cardiac Arrest Center zertifiziert

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Herzstillstand auf dem Fußballplatz: Der Zusammenbruch des dänischen Fußballspielers Christian Eriksen beim EM-Spiel gegen Finnland zeigte, wie wichtig es ist, in Notfällen wie diesen schnell Erste-Hilfe zu leisten.

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Um das Überleben des reanimierten Patienten zu sichern, ist die Weiterbehandlung in einem spezialisierten Krankenhaus entscheidend. Zu diesen wenigen Kliniken zählt auch das Agaplesion Bethanien Krankenhaus in Frankfurt, das jetzt vom Deutschen Rat für Wiederbelebung als Cardiac Arrest Center zertifiziert wurde.

„Mehr als 80.000 Menschen in Deutschland erleiden pro Jahr einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses. In diesen Notfällen zählt jede Sekunde, um das Überleben des Patienten zu sichern. Für die Prognose ist neben der schnellen Wiederbelebung vor Ort insbesondere die Weiterbehandlung in einer spezialisierten Klinik wie dem Agaplesion Bethanien Krankenhaus entscheidend“, sagt der Ärztliche Direktor Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer.

Gemeinsam mit Intensivmedizinerin Julia Hahnemann leitet Prof. Voigtländer als Kardiologe das jetzt frisch zertifizierte Cardiac Arrest Center im Agaplesion Bethanien Krankenhaus. Ein interdisziplinäres Team aus Intensivmedizinern, Anästhesisten, interventionellen Kardiologen, Neurologen sowie speziell geschulten Mitarbeitern der Chest Pain Unit, der Intensivstation und des Herzkatheterlabors arbeitet hier eng zusammen, um reanimierte Patienten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand optimal zu diagnostizieren und zu therapieren. „Das Cardiac Arrest Center bildet eine optimale Ergänzung zu unserer großen Chest Pain Unit, in der wir jährlich mehr als 4.000 Patienten mit Herznotfällen wie einem Herzinfarkt oder einer schwerwiegenden Herzrhythmusstörung versorgen“, sagt Prof. Voigtländer.

Reanimierte Patienten sollen laut einer Empfehlung des Deutschen Rats für Wiederbelebung in spezialisierten Kliniken – den sogenannten Cardiac Arrest Centern – behandelt werden. Der Grund: Das Überleben und die neurologische Prognose der Betroffenen sind ganz wesentlich von der Fachkompetenz und der Ausstattung der weiterbehandelnden Klinik abhängig. Nicht selten kommt es bei reanimierten Patienten im weiteren Verlauf zu Komplikationen wie akuter Herzinsuffizienz, Nierenversagen oder Beatmungsproblemen. Hier ist eine schnelle und kompetente Hilfe erforderlich. „Unser Ziel ist es, kritisch kranke Patienten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand mittels fachübergreifender Versorgung so zu stabilisieren, dass eine Entlassung mit guter Prognose möglich ist“, sagt Prof. Voigtländer.

Um die Auszeichnung als Cardiac Arrest Center vom Deutschen Rat für Wiederbelebung zu erlangen, müssen umfangreiche Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören neben der fachlichen Expertise und schnellen, standardisierten Abläufen auch die 24-Stunden-Bereitschaft des Herzkatheterlabors und das Bereithalten eines Betts auf der Intensivstation. All diese Strukturen sind im Agaplesion Bethanien Krankenhaus gegeben und gewährleisten die qualifizierte Behandlung von Patienten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand.

Bildunterschrift: Geschäftsführer Jürgen Schäfer (hinten rechts) gratulierte den Zentrumsleitern Julia Hahnemann und Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer sowie dem Leiter der Intensivstation Christian Riese zur Zertifizierung als Cardiac Arrest Center. Foto: AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN



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