Frankfurt: Fahrplanwechsel ab 12. Dezember

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„Alle sollen frei entscheiden können, welches Verkehrsmittel sie nutzen wollen. Voraussetzung hierfür ist der gezielte Ausbau des ÖPNV“, erklärt Stefan Majer (Grüne), Dezernent für Mobilität und Gesundheit, zur Vorstellung des neuen, ab Sonntag, 12. Dezember, gültigen Fahrplans für Bahn und Bus. „Dafür investieren wir konsequent weiter in ein attraktives und umweltfreundliches Nahverkehrsnetz – es ist der wesentliche Faktor, um in unserer Stadt die Verkehrswende voranzubringen“, fährt Majer fort.

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Die Zahl der Metrobuslinien, die mit einem dichten Taktangebot und Fahrten rund um die Uhr für sich werben, steigt auf neun. Binnen eines Jahres sind fünf weitere Buslinien auf elektrischen Betrieb umgestellt und damit „dieselfrei“ – mehr als 40 E-Busse sind dann auf Frankfurts Straßen unterwegs. Zwischen Griesheim und Rebstock und zwischen Weißer Stein und Ginnheim entstehen neue Verbindungen. Auf vielen Linien wird die Zahl der Fahrten oder der eingesetzten Wagen erhöht. „Die Corona-Pandemie hat uns mit zurückgehenden Fahrgastzahlen stark getroffen“, erklärt Tom Reinhold, Geschäftsführer der städtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ. „Die Fahrgäste sind aber bereit, wieder in Bus und Bahn einzusteigen, wenn die Hygienekonzepte stimmen und wenn das Angebot stimmt. Mit dem Rückhalt der Stadtpolitik konnten und können wir viel bewegen und den Nahverkehr zunehmend attraktiv und konkurrenzfähig zu gestalten.“

Neunte Metrobuslinie geht mit „Taktversprechen“ an den Start

Seit Dezember 2020 fahren acht Metrobuslinien durch Frankfurt. Jetzt kommt mit der Linie M46 die neunte hinzu. Metrobuslinien verkehren besonders häufig, fahren also ein „Metro-ähnliches“ Angebot. Es ist gekennzeichnet durch das 24/7-Angebot und das „Taktversprechen“ dieses Premiumproduktes. Das heißt, tagsüber verkehren sie mindestens alle zehn Minuten, an Sonn- und Feiertagen viertelstündlich und nachts jede halbe Stunde.

„Das Angebot der Metrobuslinie M46 weitet traffiQ gegenüber heute erheblich aus. Die meiste Zeit des Tages fährt die Linie alle zehn Minuten statt bisher viertelstündlich“, erklärt der traffiQ-Geschäftsführer. „In der morgendlichen Verkehrsspitze werden die Fahrgäste teilweise weniger als vier Minuten auf den nächsten Bus warten müssen. Am späten Abend verkehrt sie viertelstündlich und nachts alle 30 Minuten – nicht nur, wie bisher, am Wochenende, sondern allnächtlich.“

Ihre besondere Rolle kommt der Metrobuslinie M46 als Vorlaufbetrieb für die im Bau befindliche Verlängerung der U-Bahnlinie U5 zu. Betreiber ist ab Fahrplanwechsel das Busunternehmen In-der-City-Bus GmbH.

„Für die Fahrgäste der Metrobuslinien ist das unser Qualitätsversprechen“, sagt Majer: „Ein dichter Takt und die Gewissheit, mit diesen Linien rund um die Uhr das gewünschte Ziel zu erreichen.“

Überblick: Metrobuslinien in Frankfurt am Main
⦁ M32: Ostbahnhof - Westbahnhof
⦁ M34: Gallus Mönchhofstraße – Bornheim Mitte
⦁ M36: Westbahnhof – Sachsenhausen Hainer Weg
⦁ M43: Bergen Ost – Bornheim Mitte
⦁ M46: Hauptbahnhof - Römerhof
⦁ M55: Sindlingen Friedhof – Rödelheim Bahnhof
⦁ M60: Rödelheim Bahnhof – Alt-Eschersheim Im Uhrig
⦁ M72/M73: Nordwestzentrum – Industriehof – Rödelheim/Westbahnhof
Nächste Buslinien „elektrifiziert“

„Wir stellen den Frankfurter Stadtbusverkehr konsequent weiter auf Zero-Emission-Fahrzeuge um, also auf elektrisch betriebene Busse“, erklärt Mobilitätsdezernent Majer. „Ab 12. Dezember werden die Buslinie 52 und 87 im Gallus und in Griesheim komplett mit E-Bussen betrieben. Es sind dann fünf Linien, die binnen eines Jahres auf einen lokal emissionsfreien Betrieb umgestellt wurden unterwegs ist. Weitere werden schon im kommenden Jahr folgen.“

traffiQ-Geschäftsführer Reinhold erklärt: „Vor einem Jahr konnten wir eines unserer neuen Premiumprodukte, die Metrobuslinie M60, auf batterieelektrische Busse umstellen. Im Frühjahr folgten dann die Buslinien 33 und 37. Insgesamt werden Anfang 2022 zehn Prozent der gesamten Busflotte elektrisch betrieben.“ Bereits seit 2018 fährt die Linie 75 als erste Buslinie Hessens komplett lokal emissionsfrei.

Majer kann bereits die nächsten Schritte ankündigen: „Ab Mitte 2022 sollen auf der Metrobuslinie M36 insgesamt 13 Brennstoffzellenbusse zum Einsatz kommen. Und in einem Jahr stellt die Buslinie 59 das Dieseln ein.“

Wobei auch die Dieselbusflotte einen hohen Umweltstandard pflegt: Fast alle Busse erfüllen die anspruchsvollste Norm, Euro VI. Die über 400 Fahrzeuge starke Stadtbusflotte in Frankfurt ist eine der modernsten und umweltfreundlichsten bundesweit. Sie wird ab Fahrplanwechsel zu drei Vierteln (310 Fahrzeuge oder 76 Prozent) aus besonders umweltfreundlichen Euro VI-Bussen bestehen. Weitere 57 Busse (14 Prozent) erfüllen den EEV-Standard. Und ab 12. Dezember ergänzen insgesamt schon 41 Elektrobusse (10 Prozent aller Fahrzeuge) diese Dieselflotte.

U-Bahnen und Straßenbahnen, mit denen Dreiviertel aller Fahrgastfahrten durchgeführt werden, sind ebenso wie die S-Bahn traditionell elektrisch unterwegs.

Die Frankfurter Elektrobus-Linien ab 12. Dezember
⦁ Linie 33: Hauptbahnhof – Westhafen Rotfeder-Ring – Hauptbahnhof, E-Start April 2021, zwei Standard-Linienbusse (Hersteller: Caetano)
⦁ Linie 37: Gutleutviertel Briefzentrum – Hauptbahnhof, E-Start April 2021, neun Gelenk-Linienbusse (Hersteller: Irizar)
⦁ Linie 52: Gallus Schloßborner Straße/Europaviertel West – Galluswarte – Griesheim Jägerallee, E-Start Dezember 2021, elf Standard-Linienbusse (Hersteller: Ebusco)
⦁ Linie M60: Rödelheim Bahnhof – Heddernheim – Alt Eschersheim Im Uhrig, E-Start Dezember 2020, 13 Standard-Linienbusse (Hersteller: Ebusco)
⦁ Linie 75: Bockenheimer Warte – Uni Campus Westend – Bockenheimer Warte, E-Start Dezember 2018, fünf Standard Linienbusse (Hersteller: Solaris)
⦁ Linie 87: Gutleutviertel Briefzentrum – Galluswarte, E-Start: Dezember 2021, ein Standard-Linienbus (Hersteller: Ebusco)
Neue Verbindungen

Von Griesheim zum Rebstock:
Die Buslinie 54 wird über die heutige Endhaltestelle Griesheim Bahnhof hinaus bis zur Leonardo-da-Vinci-Allee im Rebstock verlängert. Ziel ist eine direkte, umsteigefreie Verbindung des Stadtteils Griesheim mit dem Entwicklungsgebiet am Römerhof, dem Europaviertel und dem Rebstockbad. So wird auch eine Tangentialverbindung zwischen Griesheim (S-Bahnlinien S1 und S2), dem Europaviertel (künftig U5) und dem Rebstock (Straßenbahnlinie 17) geschaffen.

Die Linie folgt von Griesheim Bahnhof dem Linienweg der 59 durch die Waldschulstraße, unterquert dann in der Oeserstraße die Autobahn A5, um dann über Am Römerhof und Zum Rebstockbad die Leonardo-da-Vinci-Allee zu erreichen. Sie verkehrt in der Hauptverkehrszeit viertelstündlich, ansonsten jede halbe Stunde.

Mit einer Verbindung durch die Oeserstraße zum Rebstock wird ein langjähriger Wunsch aus dem Fahrgastbeirat umgesetzt.

Mit dem Quartierbus vom Weißen Stein nach Ginnheim:
traffiQ verlängert die Linie 69 von der heutigen Endhaltestelle am Weißen Stein über die Kurhessenstraße und Ginnheim bis zum Markus-Krankenhaus. Ihr Ziel ist eine noch bessere Nahverkehrsanbindung von Eschersheim und Ginnheim – und zugleich wird eine der letzten Erschließungslücken, die der Nahverkehrsplan in Frankfurt noch festgestellt hat, beseitigt: Das Wohngebiet Im Fuchshohl.

Die Linie 69 fährt auch auf dem neuen Streckenabschnitt im üblichen Quartierbusangebot, das heißt tagsüber im Halbstundentakt.

Viele Verbesserungen auf vielen Linien

Auf vielen anderen Linien, von der U-Bahnlinie U2 bis zur Nachtbuslinie N8, kommt es zu weiteren Verbesserungen.

Grafik: Strecke der Buslinie 54

Grafik: Strecke der Buslinie 69

 


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