"Die Haltung domestizierter Tiere ist in vielen Zirkussen mangelhaft. Mit Plakaten, Schildern und Bannern machen die Freiwilligen auf das Leid der Tiere aufmerksam und appellieren an die Passanten, Zirkusse mit Tieren grundsätzlich zu meiden. Es ist alles andere als besinnlich oder feierlich, dass für das kurze, zweifelhafte Vergnügen der Zirkusbesucher weiterhin Tiere quer durchs Land gekarrt und in die Manege gezwungen werden“, so Jaqueline Herth-Sanders, Leiterin des freiwilligen PETA ZWEI-Streetteams. „Der Great Christmas Circus sollte dem Vorbild gänzlich tierfreier Zirkusse folgen, die die Zuschauerränge mühelos füllen.“
Zukunft ohne Tierdressuren
"Erfolgreiche Zirkusgrößen beweisen, dass tierfreie Shows die Zuschauerinnen und Zuschauer begeistern: Circus Roncalli zum Beispiel verabschiedete sich schon in den 1990er-Jahren von Wildtierdressuren, nahm 2018 auch die Pferde aus dem Programm und ist nun gänzlich tierfrei. Das Unternehmen erfährt für sein tierleidfreies Konzept und die zukunftsweisende Hologrammtechnologie weltweit Zuspruch", so Herth-Sanders.
Mangelhafte Tierhaltung im Zirkus
Herth-Sanders: "Eine artgerechte Unterbringung von Tieren in Zirkussen ist systembedingt nicht möglich. 2016 forderte der Bundesrat ein Verbot von Wildtieren wie Elefanten, Giraffen und Flusspferden im Zirkus und begründete in seinem Entschließungsantrag wissenschaftlich, warum diese Tierarten erheblichem Leid ausgesetzt sind – unabhängig vom jeweiligen Betrieb. Einer repräsentativen Forsa-Umfrage zufolge sind 82 Prozent der Deutschen der Meinung, dass Wildtiere im Zirkus nicht artgerecht gehalten werden können. Bei vielen Zirkussen ist auch die Haltung domestizierter Tiere wie Pferde, Rinder oder Ponys mangelhaft. Deutschland sollte in dieser Hinsicht dem Beispiel anderer Staaten folgen: In 26 europäischen Ländern, beispielsweise in Griechenland, Österreich und in den Niederlanden, sind bereits bestimmte oder alle Tierarten im Zirkus verboten."