Im Jahr 2020 praktizierten 1030 niedergelassene Medizinerinnen und Mediziner in Frankfurt. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein leichter Rückgang um 1,7 Prozent (-18). Das ambulante Versorgungsangebot bleibt trotz eines leichten Rückgangs an niedergelassenen Medizinerinnen und Medizinern für die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger sehr gut. In jedem Stadtteil gab es mindestens eine Praxis. In der Innenstadt war mit 194 Ärztinnen und Ärzten je 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner die höchste Ärztedichte zu verzeichnen.
53 Medizinerinnen und Mediziner der Fachrichtung Kinder- und Jugendmedizin waren in Frankfurt tätig. Im Stadtteil Kalbach-Riedberg, dem Ortsteil mit dem höchsten Anteil an Kindern unter 18 Jahren (5797 Kinder; 26,1 Prozent der Einwohnerschaft), gab es zwar keine Praxen für Kinder- und Jugendmedizin, dafür aber gut erreichbare im benachbarten Mertonviertel.
Die Anzahl der niedergelassenen Hausärztinnen und -ärzte (271; -2,5 Prozent) war gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Bis auf den Stadtteil Berkersheim gab es in jedem Stadtteil mindestens eine Hausarztpraxis. Die Erreichbarkeit der hausärztlichen Versorgung war sehr gut. Die Analyse der kommunalen Statistikstelle zeigt, dass für 50,4 Prozent der Bürgerinnen und Bürger eine Praxis in höchstens zehn Minuten fußläufig erreichbar war. Innerhalb einer Luftliniendistanz von 1000 Metern war für nahezu alle Patientinnen und Patienten (99,2 Prozent) eine Praxis der Fachrichtung Allgemeinmedizin zu erreichen.
Gesundheitsdezernent Stefan Majer sagt: „Die Corona Pandemie hat deutlich gemacht, dass eine gute Gesundheitsversorgung eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Ein gutes Netz an niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen, der Öffentliche Gesundheitsdienst, Krankenhäuser und Betriebsärztinnen und –ärzte arbeiten in Frankfurt auch zu Pandemiezeiten Hand in Hand.“
„frankfurt statistik aktuell“ 01/2022 steht unter frankfurt.de als PDF-Download zur Verfügung und ist beigefügt.