Ostern – wenn der Frühling einzieht

Vogler
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Das jüdische Pessach oder Passah gilt gemeinhin als Vorläufer des christlichen Osterfestes. Es ist die Erinnerung daran, dass Gott das jüdische Volk aus der ägyptischen Sklaverei geführt hat. Eine besondere Bedeutung hat das Lamm, denn Gott befahl seinem Volk, jede Familie solle vor dem Exodus ein Lamm schlachten weil der Zorn Gottes die Erstgeborenen der ägyptischen Familien treffen sollte indem die Erstgeborenen in allen Häusern getötet werden, sofern sie nicht mit Lämmerblut bestrichen waren.

In Erinnerung daran wurde entsprechend den jüdischen Gesetzen in jeder Familie zu Pessach ein Lamm geschlachtet.

Während seiner letzten Pessachfeier brach Jesus mit seinen Jüngern das Brot und segnete den Wein. Indem er sprach "Dies ist mein Leib... und dies ist mein Blut..." nahm er seinen Tod am Kreuz vorweg und machte sich selbst zum Lamm Gottes und folgte der altjüdischen Tradition. Gleichzeitig erhob er als Zeichen seiner Liebe das Abendmahl zur christlichen Gedächtnisfeier.

So viel zu den historischen Wurzeln der heutigen christlichen Osterfeiertage. Für viele Menschen sind die Tage zwischen Gründonnerstag, Karfreitag – dem Tag der Kreuzigung von Jesus – und den darauf folgenden Sonn- und Montag eine willkommene Gelegenheit, nach den dunklen Wintertagen das Frühjahr zu begrüßen.

Über das bis heute als Symbol geltende Osterlamm war schon die Rede, was hat es aber mit den Hasen und den bunten Eiern auf sich? Im Christentum wurde das Ei zum Symbol für die Auferstehung von Jesus Christus: Von außen wirkt es kalt und tot, doch aus seinem Inneren erwächst neues Leben. Somit stand das Ei symbolisch für das Grab in Jerusalem, aus dem Jesus Christus am Ostermorgen von den Toten auferstand.

Ähnlich verhält es sich mit dem tierischen Symbol des Hasen. Bereits In der Antike stand er Hase als Symbol für Jesus, und als Symbol für das Leben und die Auferstehung Und schon im 4. Jahrhundert nach Christus sollen Eier als Grabbeigaben in römisch-germanische Gräber gelegt worden sein. Es ist sicherlich keine falsche Annahme, dass Eier und Hasen bis heute insbesondere im Frühjahr ihre als Fruchtbarkeitssymbole ihre Bedeutung beibehalten haben.

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (74) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere. Nach Stationen als Redaktionsleiter und Publizist mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von mehreren Büchern ist der gelernte Redakteur bis heute als "Freier Autor" aktiv. Von 1977 bis 2001 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an und war zehn Jahre lang CDU-Fraktionsvorsitzender in Erlensee. Partei und aktiver Politik hat er vor mehr als 20 Jahren den Rücken gekehrt. Er lebt heute mit seiner Familie in Biebergemünd.



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