Zoo: Wieder da, nach über 40 Jahren – Pinselohrschweine

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Nach 41 Jahren sind nun wieder zwei Pinselohrschweine im Frankfurter Zoo zu sehen. Die farbenprächtigen Tiere werden nach der Eingewöhnung mit den Bongo-Antilopen zusammenleben. Mit den beiden Neuzugängen ist nun wieder eine – noch dazu besonders attraktive – Schweineart im Frankfurter Zoo zu sehen. „Im Mai 1954, also vor 68 Jahren, brachte Bernhard Grzimek ein Pinselohrschwein in den Frankfurter Zoo – zusammen mit EPULU, dem allerersten Okapi überhaupt, das die Reise nach Deutschland antrat. Schon das alleine macht die Tiere zu einer Besonderheit für den Zoo“, sagt Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig. Künftig werden die beiden Pinselohrschweine den Bongos Gesellschaft leisten.

Die im Juni 2021 geborene ABBY kam aus dem Kölner Zoo nach Frankfurt. Die ebenfalls einjährige HELENE kam aus dem Zoo von Chorzów in Polen. Ihren Namen hat sie erst in Frankfurt bekommen. Er ist eine Anspielung auf die Zoogeschichte, denn diesen Namen trug eben dieses erste Pinselohrschwein, das mit Grzimek nach Frankfurt kam.

„Die beiden weiblichen Pinselohrscheine werden sich nach einer Eingewöhnungsphase die Anlage mit den Ostafrikanischen Bongos teilen, einer ebenfalls schön gezeichneten Antilopenart. Hierfür wurde das Gehege eigens umgebaut. Vor allem wurden kleinere Schieber eingesetzt, damit Schweine und Bongos auch mal voneinander getrennt werden können. Die Vergesellschaftung verschiedener Arten bringt Abwechslung in den Alltag der Tiere und auch die Besucherinnen und Besucher profitieren, denn es gibt mehr zu beobachten“, erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.


Pinselohrschweine (Potamochoerus porcus) sind sehr farbenprächtig. Ihr Fell leuchtet Mahagonirot. Den Kopf schmücken eine schwarz-weiße Maske, die namengebenden Ohrpinsel und Backenbärte. Der Rückenkamm ist weiß, Beine und Schwanzquaste sind schwarz. Die nachtaktiven Allesfresser sind vor allem in West- und Zentralafrika verbreitet. Dort leben sie in Regen- und Galeriewäldern, Trockenwäldern oder Feuchtsavannen. 

Die Art wird laut Roter Liste der Weltnaturschutz Union IUCN zwar als nicht gefährdet eingestuft, die Bestände in den Ursprungsländern nehmen aber, u.a. durch Bejagung, ab.

Andere Schweinearten, für die die Frankfurter Pinselohrschweine eine Botschafterfunktion übernehmen sollen, sind deutlich schlechter dran: So ist beispielsweise das asiatische Pustelschwein durch den Verlust seines Lebensraumes, durch illegalen Holzeinschlag, Ausbreitung der Landwirtschaft sowie Brandrodungen, extrem bedroht. Um auf diese Bedrohung aufmerksam zu machen, wurde das Pustelschwein von der Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) und ihren Partnern zum „Zootier des Jahres 2022“ gewählt (www.zootierdesjahres.de/).


Foto: Copyright Salome Roessler



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