Die neue Regelung zur Abwicklungsdisziplin führt Bußgelder und Zwangseindeckungen („Buy-ins“) für Wertpapiergeschäfte ein, die vom Verkäufer nicht am vorgesehenen Abwicklungstagtag oder darüber hinaus beliefert wurden. Die Deutsche Börse wird daher eine Reihe von Datenpaketen anbieten, die Marktteilnehmer dabei unterstützen, Finanzinstrumente zu validieren, welche unter die CSDR-Regelung fallen. Diese Datenpakete ermöglichen es den Kunden, relevante Instrumente zu identifizieren und die neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen effektiv zu erfüllen. Insbesondere helfen die Datenpakete beim Risikomanagement und bei der Priorisierung von Abwicklungsfehlern, beim Abgleich von Geldstrafen und bei der Vorbereitung von Buy-ins.
Das neue Datenangebot richtet sich an alle Marktteilnehmer, die in Handel und Abwicklung von Wertpapieren tätig sind, die über einen europäischen Zentralverwahrer abgewickelt werden. Alireza Dorfard, Head of Market Data + Services: „Präzise Referenzdaten sind der Schlüssel dafür, regulatorische Verpflichtungen und die damit verbundenen Risiken effizient zu bewältigen. Mit unserem neuen Datenangebot gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt in unseren Bemühungen, sowohl die Finanzindustrie als auch die europäische Regulierungsagenda zu unterstützen.“
Der Dienst wird verschiedene Pakete an Datensätzen umfassen, die je nach Bedarf ausgewählt werden können. Zunächst wird ein Datenpaket mit CSDR-Referenzdaten zur Verfügung stehen, das Kerninformationen zur Verwaltung von Bargeldstrafen und Buy-ins enthält. Die Deutsche Börse plant, weitere Datenpakete mit zusätzlichen Instrumentendaten einzuführen, die für die Verwaltung von Buy-ins benötigt werden, sowie analytische Daten über ausgeführte Auktionen des Buy-in Agenten Eurex STS der Deutschen Börse.