Vorbeugung: Frankfurt bekämpft den Eichenprozessionsspinner

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Bald beginnt auch in Frankfurt wieder die Saison des Eichenprozessionsspinners. Der Kontakt mit ihm kann allerdings gefährlich werden. Das Grünflächenamt will deshalb am Mittwoch, 4. und Donnerstag, 5. Mai, vorbeugend auf etwa 217 Hektar Stadtwald die Baumkronen besprühen. Als erstes sind der Fechenheimer und Enkheimer Wald sowie der Riederwald an der Reihe.

Ebenfalls besprüht werden die Baumkronen entlang der Bebauungsgrenze von Sachsenhausen, Niederrad und Schwanheim sowie auf den Waldfriedhöfen Oberrad und Goldstein. Dabei kommt ein Hubschrauber zum Einsatz. Darüber hinaus werden in den nächsten Wochen auch etwa 7400 Eichen an Straßen, in öffentlichen Grünanlagen, auf Spielplätzen sowie auf Schulhöfen und auf den Freiflächen von Kindertagesstätten vom Boden aus besprüht. Aufgrund der unsicheren Wettervorhersage kann der Termin nur kurzfristig bekannt gegeben werden.

Durch den Klimawandel breitet sich der wärmeliebende Eichenprozessionsspinner in Deutschland immer weiter aus. In Frankfurt und in der gesamten Rhein-Main-Region sind er und seine Nester seit einigen Jahren ein Problem. Etwa 190.000 Euro kostet diese Vorbeugemaßnahme voraussichtlich in diesem Jahr. 

„Eine notwendige Maßnahme, für die wir auch mittelfristig keine Alternative sehen“, sagt Heike Appel, die Leiterin des Grünflächenamts: „Schließlich geht es um die Gesundheit der Frankfurterinnen und Frankfurter, die wir vor den gefährlichen Brennhaaren schützen müssen.“


Der Kontakt mit den feinen Brennhaaren der grauen Raupen kann Hautausschläge hervorrufen. Auch die Atemwege können gereizt werden und im Extremfall zu allergischen Schockreaktionen führen. Auch das Berühren von Nestern der Eichenprozessionsspinner ist gefährlich. Denn auch nach der Verpuppung der Larven bleiben die giftigen Brennhaare dort und können bei Kontakt weiterhin Reizungen verursachen.

Das Besprühen der Baumkronen hingegen sei ein wirksamer Schutz gegen die Ausbreitung der Raupen und für die Bevölkerung unbedenklich, sagt Appel weiter. Das Grünflächenamt setze ein biologisches Präparat ein, dessen Wirkstoff seit mehr als 30 Jahren in Deutschland auch zur großflächigen Schnakenbekämpfung in der Rheinebene erfolgreich ist und im Erdboden natürlich vorkommt. Seit 15 Jahren wird das Präparat in Frankfurt gegen den Eichenprozessionsspinner verwendet. Schädliche Auswirkungen dieses Mittels auf die Gesundheit von Mensch und Tier und den übrigen Naturhaushalt seien nicht bekannt, sagt Appel.


Weitere Informationen zur Beseitigung der Raupen und ihrer Nester gibt es telefonisch unter 069/212-39100. Private Grundstückseigentümer erhalten dort auch Adressen von Fachfirmen, die sich auf das Absaugen der Raupennester spezialisiert haben. Werden Raupen oder Nester des Eichenprozessionsspinners auf Eichen entdeckt, die auf Flächen des Grünflächenamts stehen, etwa in Parkanlagen oder an Straßenbäumen, regelt das Amt die Beseitigung. Das Grünflächenamt warnt ausdrücklich davor, die Tiere oder ihre Nester selbst zu entfernen.

Bei Fragen steht den Bürgerinnen und Bürgern die Hotline des Grünflächenamtes telefonisch unter 069/212-30991 zur Verfügung.

Unter Flyer Eichenprozessions-spinner | Stadt Frankfurt am Main oder direkt als PDF zum Download findet sich einen Flyer zum Eichenprozessionsspinner. Er enthält alles Wissenswerte über die Lebensweise und den sinnvollen Umgang mit dem Insekt.



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