Dreifache Herausforderung durch Corona, Strukturwandel und Demographie

Wirtschaft
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Die Zahl der Arbeitslosen in Frankfurt, im Main-Taunus-Kreis und im Hochtaunuskreis ist im zweiten Monat in Folge auf jetzt 42.960 gesunken, liegt aber noch um 14.288 über dem Vorjahr.

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„Das produzierende Gewerbe bildet die Basis unseres wirtschaftlichen Erfolgs. Wo weniger Menschen etwas produzieren, braucht man auch weniger Logistik, weniger Handel und weniger Dienstleistung. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Beschäftigten in der hessischen Industrie von 550.000 auf knapp 630.000 gestiegen. Dieser Beschäftigungsaufbau ist wesentlicher Treiber der von Jahr zu Jahr erreichten neuen Beschäftigungsrekorde. Aber mit unerfüllbaren CO2-Zielen, einer einseitigen Förderung der Elektromobilität mit unrealistischen Zeitvorstellungen, mangelnder Technologieoffenheit und dem weltweit fast teuersten Strompreis sägt die Politik an dem Ast, auf dem wir alle sitzen", sagte Friedrich Avenarius, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Geschäftsstelle Rhein-Main-Taunus.

"Wir wünschen uns von der hessischen Landesregierung, dass diese jetzt ihren wirtschaftspolitischen Sachverstand und ihr bundespolitisches Gewicht einbringt, um unerfüllbare Auflagen abzuwenden und für die nötige Flexibilität im Arbeitsrecht zu sorgen. Diese Maßnahmen und Reformen sind notwendig, damit die hier ansässigen Industriearbeitsplätze nicht weiter gefährdet werden und der Druck hin zu betriebsbedingten Kündigungen nicht noch weiter wächst“, so Friedrich Avenarius,

Die Unternehmen in der Region stünden vor einer dreifachen Herausforderung: Die Corona-Krise treffe auf einen unverminderten oder sogar beschleunigten Strukturwandel und eine immer größere Fachkräftelücke, weil mehr qualifizierte Ältere in Rente gehen als Nachwuchs in den Unternehmen ankommt. „Strukturwandel bedeutet, dass unrentable Arbeitsplätze wegfallen und neue wettbewerbsfähige Arbeitsplätze entstehen. Mit mehr Flexibilität, etwa durch erleichterte Befristungsmöglichkeiten und die Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit, steigen die Chancen auf insgesamt mehr Beschäftigung. Stattdessen bringen Diskussionen über einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice oder über ein Lieferkettengesetz unnötige Unruhe in die Betriebe“, so Avenarius.



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