Susanne Haus ist die neue Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt/Rhein-Main (HWK): Im November 2020 trat die 48-Jährige ihren Dienst an. Am Dienstag, 2. Februar, besuchte sie Oberbürgermeister Peter Feldmann in seinem Dienstzimmer im Römer.
Dabei standen aktuelle Themen des Handwerks im Fokus, darunter die Zukunft der beruflichen Bildung, der unter Beteiligung des Handwerks zu erstellende Gesamtverkehrsplan, die Gewerbeflächenplanung sowie die Unterstützung von Handwerksunternehmern und Arbeitnehmern des Handwerks bei der Bewältigung der Corona-Herausforderungen. Ebenfalls auf der Agenda: der „Frankfurt-Plan“ zur Wiederbelebung der Innenstadt.
„Ich freue mich sehr, Sie heute hier begrüßen zu dürfen und heiße Sie herzlich in Ihrer neuen Funktion willkommen“, sagte der Oberbürgermeister zur Begrüßung. „Sie sind Ihre Position in einer sehr schwierigen Zeit angetreten. Corona hat auch dem Handwerk schwer zugesetzt. Es ist gut, Sie an unserer Seite zu wissen, wenn es darum geht, nach der Krise wieder durchzustarten. Der ‚Frankfurt-Plan‘ ist da ein wichtiger Baustein.“
„Nach einer mehr als 100-jährigen Erfolgsgeschichte unseres Berufsbildungszentrums in Frankfurt wollen wir uns gemeinsam mit Berufsschulen, Innungen, Fachverbänden und Kreishandwerkerschaften auf den Weg machen, die Geschichte der beruflichen Bildung zukunftsfähig aufzustellen. Dabei werden neue digitale Lehrinhalte, ein innovatives pädagogisches Konzept, die Verzahnung der Werkstätten sowie der Kontakt zu Hochschulen und anderen Partnern eine Rolle spielen. Wir freuen uns, wenn uns, wenn neben den Partnern aus Bund und Land auch die Stadt Frankfurt den Weg gemeinsam mit uns geht und uns bei der Gestaltung eines beruflichen Campus hier in Frankfurt unterstützt. Wir würden uns freuen, wenn wir ein neues Haus für die berufliche Bildung bauen und die Zukunftsthemen wie beispielsweise das Thema Mobilität gemeinsam angehen“, sagte Haus.
Feldmann sagte: „Ich bin beeindruckt, mit wie vielen guten Ideen und Konzepten Sie in die Präsidentschaft starten, und überzeugt, dass Sie viel erreichen werden. Bei der Frage nach der Zukunft der beruflichen Bildung sind Handwerkskammer und Stadt bereits in intensiven Gesprächen. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.“
Die gebürtige Mainzerin Susanne Haus lernte Maler- und Lackiererin in der Firma ihres Vaters in Bischofsheim, die sie seit 2005 selbst führt. Sie ließ sich zur Restauratorin fortbilden und machte zudem eine Weiterbildung zur Betriebswirtin. Seit 2012 ist sie von der HWK öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige im Maler- und Lackiererhandwerk. Als zentralen Punkt ihrer Präsidentschaft sieht sie die berufliche Bildung und das Konzept eines beruflichen Campus in Frankfurt. Zudem will sie mehr Frauen für Handwerksberufe begeistern. Haus folgt auf Bernd Ehinger, der der HWK seit 2005 vorstand.
Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main vertritt die Interessen von rund 32.700 Handwerksbetrieben, 143.000 Handwerkern sowie 10.000 Azubis im Kammerbezirk Frankfurt-Rhein-Main in 130 Berufen. Neben einer Vertretung in Brüssel hat sie weitere Standorte in Frankfurt und Darmstadt, sowie drei Berufsbildungs- und Technologiezentren in Frankfurt, Weiterstadt und Bensheim. Der Kammerbezirk reicht von der Bergstraße, über den Odenwald, Darmstadt-Dieburg, Groß Gerau, Offenbach in den Main- und Hochtaunuskreis.
Foto: Die neue Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt/Rhein-Main (HWK) bei ihrem Antrittbesuch bei Oberbürgermeister Peter Feldmann (1). Foto: Die neue Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt/Rhein-Main (HWK) bei ihrem Antrittbesuch bei Oberbürgermeister Peter Feldmann (2). Fotos: Stadt Frankfurt/Holger Menzel